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Nadelstichverletzungen
Schutz vor Nadelstichverletzungen BVMed: „Aufbrauchsfrist“ endet am 1. August 2007
20.07.2007 - 58/07
Bei der Arbeit im deutschen Gesundheitswesen ereignen sich jährlich rund 500.000 Schnitt-, Stich- und Kratzverletzungen, die so genannten „Nadelstichverletzungen“. Zu den schlimmsten Folgen gehören Infektionserkrankungen wie Hepatitis B und C oder HIV. Die Technische Regel für „Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege“ (TRBA 250) aus dem Jahr 2003 sollte hier Abhilfe schaffen. Angesichts weitgehend unverbindlicher und unpräziser Anforderungen wurde die Technische Regel im vergangenen Jahr überarbeitet.
Die Novelle ist seit August 2006 in Kraft. Sie fordert verbindlich den Einsatz von sicheren Arbeitsgeräten beim Umgang mit Patienten, die mit Erregern infiziert sind, die eine schwere Krankheit hervorrufen und eine ernste Gefahr für Beschäftigte darstellen können. Das Gleiche gilt für die Behandlung von Patienten, die andere gefährden können. Außerdem wird der Einsatz der Sicherheitsprodukte in den folgenden Bereichen verbindlich gefordert:
:: Rettungsdienst
:: Notfallaufnahme
:: Gefängniskrankenhäuser.
Schließlich wird die Verwendung sicherer Arbeitsgeräte für die Fälle vorgeschrieben, in denen Körperflüssigkeiten in Mengen übertragen werden können, die für eine Infektion relevant sind. Ein Beispiel ist die Blutentnahme.
Zuständig für die Erarbeitung der TRBA ist der Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS), der das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Fragen des Arbeitsschutzes berät. Die Technischen Regeln sind Konkretisierungen des Arbeitsschutzrechtes und müssen vom Arbeitgeber, beispielsweise im Krankenhaus und in der Arztpraxis, berücksichtigt werden. Der ABAS hat den Behörden empfohlen, in einigen Fällen ein Aufbrauchen vorhandener Bestände spitzer oder scharfer medizinischer Instrumente bis zum 1. August 2007 zu tolerieren. Damit läuft die Verwendungsfrist für Altprodukte in den beschriebenen Fällen nun endgültig ab, informiert der BVMed.
Weitere Informationen zum Thema im Internet unter:
http://www.bvmed.de/themen/Nadelstichverletzungen/
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Vermeidung von Nadelstichverletzungen
Etwa 4,2 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten im Gesundheitswesen: Als Ärzte, Schwestern, Pfleger. Hinzu kommen noch einmal ungezählte Reinigungskräfte, die im Hintergrund für den sicheren Betrieb in den Praxen und Kliniken sorgen. Sie alle setzen sich täglich einem großen Verletzungsrisiko aus, während sie für andere Menschen sorgen. Und damit dem Risiko, sich bei den Patienten selbst mit Krankheiten an zu stecken. Die moderne Medizintechnologie kann diese Gefahr bannen: Mit Arbeitsgeräten, die Schnitt- oder Stichverletzungen verhindern helfen.
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