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Stents/Gefäße
BVMed erinnert an MedTech-Meilenstein: Vor 50 Jahren wurde in Deutschland der erste Herzschrittmacher implantiert
22.09.2011 - 70/11
Am 6. Oktober 1961 implantierte der damals 35 Jahre junge Arzt Heinz-Joachim Sykosch am Universitätsklinikum Düsseldorf einem 19 Jahre alten Patienten erstmals in Deutschland einen Herzschrittmacher. Der junge Patient schwebte nach einem Motorradunfall monatelang in Lebensgefahr. Sykosch hatte die Technologie in den USA kennengelernt und nach Deutschland gebracht. Drei Jahre zuvor, am 8. Oktober 1958, wurde von den schwedischen Ärzten Elmquist und Senning in Stockholm erstmals überhaupt ein Schrittmachersystem in einem Patienten implantiert.
Ein Herzschrittmacher wird benötigt, wenn das Herz zu langsam schlägt (Bradykardie) und der Patient aus diesem Grund in seinem täglichen Leben beeinträchtigt ist. Je nach Schweregrad kann eine Fehlfunktion des Herzens lebensbedrohlich sein. Ein Herzschrittmacher unterstützt das Herz dabei, regelmäßig zu schlagen. Allein in Deutschland erhalten derzeit jährlich rund 100.000 Patienten einen Herzschrittmacher (HSM), einen implantierbaren Cardioverter-Defibrillator (ICD) oder ein Herzinsuffizienz-Therapiesystem für die Kardiale Resynchronisations-Therapie (CRT).
Für den BVMed verdeutlicht das Beispiel 50 Jahre Herzschrittmacher, dass die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Ingenieur der Schlüssel für den medizintechnischen Fortschritt ist. In den letzten Jahrzehnten sind viele Durchbrüche in der Medizin durch das Zusammenspiel von Arzt und Industrie erzielt worden. Weitere Beispiele aus der Kardiologie: Der deutsche Arzt Andreas Grüntzig entwickelte in Zusammenarbeit mit einer Schweizer Firma 1977 die Ballon-Dilatation (PTCA). Die amerikanischen Kardiologen Dr. Palmaz und Dr. Schatz entwickelten den ersten koronaren Stent, den Palmaz-Schatz-Stent, der dann in Zusammenarbeit mit der Industrie zur Serienreife gebracht und vertrieben wurde.
In der Medizintechnologie ist generell ein hoher Anteil aller Innovationen von Anwendern initiiert und entwickelt worden, vor allem so genannte Durchbruchsinnovationen. Die wachsende Komplexität der Technik erfordert dabei eine verstärkte Teamarbeit von Ärzten und den Ingenieuren der Medizintechnik-Unternehmen. Je enger die Zusammenarbeit, desto höher ist der Grad der Innovation. Das ist einer der Gründe, warum der BVMed sich für die Beibehaltung der Innovationskraft der deutschen Kliniken durch das Prinzip „Erlaubnis mit Verbotsvorbehalt“ bei der Einführung neuer Produkte und Verfahren einsetzt.
Medienkontakt:
Manfred Beeres
Leiter Kommunikation/Pressesprecher
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E-Mail: beeres(at)bvmed.de
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Kardio: "Schrittmacher Medizintechnologie"
Moderne Medizintechnologie hilft nicht nur, Leben zu retten. Sie schafft häufig neue, ungeahnte Lebensqualität. Besonders bei Patienten, die mit implantierten Schrittmachern leben, wird das deutlich. Die Geräte sind in den vergangenen Jahren bahnbrechend weiter entwickelt worden und von der Größe einer Zigarettenschachtel auf die eines Streichholzbriefchens geschrumpft. Und sie kommen nicht nur am Herzen zum Einsatz. Auch Parkinsonpatienten können sie helfen, den Alltag wieder zu meistern.
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