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Nierenersatztherapie
BVMed-Filmservice mit neuem Film zur Heimdialyse: „Unabhängig leben trotz Nierenversagen“
26.05.2010 - 42/10
Etwa 80.000 Menschen in Deutschland benötigen eine regelmäßige Dialyse, weil ihre Nieren den Dienst versagen. Trotz ihrer schweren Grunderkrankung kann die Therapie mit einem modernen Dialyseverfahren den Patienten eine gute Lebensqualität bieten. Die meisten von ihnen werden in einem Dialysezentrum behandelt, wo sie dreimal die Woche für vier bis fünf Stunden eine sogenannte Hämodialyse (HD) erhalten. Dieser hohe Zeitaufwand ist aber nicht immer notwendig. Für aktive Patienten gibt es eine Alternative: Die Peritonealdialyse über das Bauchfell (PD), die die Patienten selbst durchführen können.
Der BVMed-Patienteninformationsfilm beschreibt mit Hilfe des ärztlichen Experten Prof. Dr. med. Jan Galle, Direktor der Klinik für Nephrologie und Dialyseverfahren am Klinikum Lüdenscheid und Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, und anhand einer Patientgeschichte das mobile Dialyseverfahren. Vorbereitend wird dem Patienten in einer kleinen Operation ein Katheter in den Bauchraum gelegt, durch den er selbst Dialyseflüssigkeit einleiten und nach einigen Stunden, wenn sie sich mit Schadstoffen angereichert hat, wieder ableiten kann.
Nach der Erfahrung von Professor Galle kommen rein medizinisch gesehen deutlich mehr Dialysepatienten für die PD infrage als die derzeit nur rund fünf Prozent, die die PD nutzen. Es lohnt sich also, über diese Therapiemöglichkeit nachzudenken. Auch gesundheitspolitisch und -ökonomisch ist das Verfahren zukunftsweisend: Es ist wesentlich kostengünstiger als die Hämodialyse – und die Zahl der Dialyse pflichtigen Patienten steigt stetig an.
Der Film sowie Zusatzmaterial wie eine Footage-Shotlist und ein Sprechertext befinden sich im Internet unter www.filmservice.bvmed.de/cat/tv.
Im Filmservice des BVMed sind bereits folgende Themen erschienen:
- Bauchfell-Dialyse: Unabhängig leben trotz Nierenversagen
- Wirbelkörper-Brüche: Schmerzfrei durch moderne Technologien
- Gebärmutter-Myome: rettender Infarkt statt Totaloperation
- Neurostimulation: Impulse für neue Lebensqualität
- Künstliche Bandscheiben: neue Beweglichkeit ohne Schmerzen
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Medienkontakt:
Manfred Beeres
Leiter Kommunikation/Pressesprecher
Tel: 030 246 255-20
E-Mail: beeres@bvmed.de
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