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Endoprothetik
Neues Informationspapier: BVMed weist auf die Bedeutung des künstlichen Gelenkersatzes für die Patientenversorgung hin
14.02.2011 - 11/11
Gelenkverschleiß oder Arthrose ist ein Volksleiden. Es handelt sich dabei um eine krankhafte alters- und belastungsbedingte Abnutzung der natürlichen Knorpelschicht. Mehr als die Hälfte aller Deutschen über 50 Jahre ist zumindest an einem Gelenk davon betroffen. Arthrose ist der häufigste Grund für die Implantation eines künstlichen Gelenks. Zu den Risikofaktoren für den Gelenkverschleiß zählen Übergewicht, Fehl- oder Überbelastung der Gelenke, erbliche Faktoren, Stoffwechselerkrankungen oder Gelenkverletzungen. Heilbar ist Arthrose nicht, da einmal zerstörte Knorpelzellen nicht mehr von selbst nachwachsen. Wenn konservative Methoden wie Medikamente oder Physiotherapien ausgeschöpft sind, kann gegen die Schmerzen und die Bewegungseinschränkungen ein künstliches Gelenk helfen.
Meist fühlen sich Menschen, die sich für ein künstliches Gelenk entscheiden, nach der Operation wie befreit: Endlich wieder ein ganz normales Leben. Ihr neues Hüft- oder Kniegelenk lindert dabei in der Regel nicht nur ihre Beschwerden. Es trägt auch dazu bei, ihnen ihre Beweglichkeit wiederzugeben oder sie zu erhalten – eine wichtige Voraussetzung für ein aktives und zufriedenes Leben. Weitere Vorteile einer modernen Gelenkprothetik sind die Verkürzung des Krankenhausaufenthaltes durch moderne Operationstechniken, die schnelle Wiedereingliederung in den Alltag und das Arbeitsleben und lange Standzeiten durch qualitativ hochwertige Prothesen. Welche Operationstechnik und Endoprothese für den Patienten am besten geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab: beispielsweise dem genauen Krankheitsbild oder der Knochenqualität des Patienten. Die Auswahl der am besten geeigneten Implantate und Materialien ist also immer eine individuelle Entscheidung.
Genau wie bei Gegenständen des täglichen Gebrauchs spielt auch bei Prothesen neben der individuellen Beanspruchung die Qualität eine wichtige Rolle. Implantate aus körperverträglichen und hochabriebfesten Materialien tragen zu einer langen Lebensdauer des künstlichen Gelenks bei.
Die Forschungsanstrengungen der Implantatehersteller zur Weiterentwicklung und Verbesserung des künstlichen Gelenkersatzes sind enorm. Alle großen Implantatehersteller unterhalten eigene Grundlagenlabors, die sich mit der Tribologie, der Biomechanik oder dem Anwachsverhalten von Materialien an den Knochen auseinandersetzen. Hieraus ergeben sich unterschiedlichste Ansätze, um neue und noch bessere Implantate zu entwickeln. Ziel ist es, die Haltbarkeit zu verbessern.
Derzeit spricht man von einer Haltbarkeit eines Hüftgelenkersatz-Implantates von durchschnittlich 12 bis 18 Jahren. Auf Grund des Einsatzes neuer Materialien für die Gleitpaarung ist mit einer längeren Lebensdauer auch bei jüngeren sowie aktiven Patienten zu rechnen. Es gibt mehrere Faktoren, die die Lebensdauer einer Prothese negativ beeinflussen können. So können sich Prothesen durch Unfälle, Überlastungen, Osteoporose oder Materialabrieb bereits nach wenigen Jahren lockern. Eine Wechseloperation wird dann zur Notwendigkeit.
Das vollständige Informationspapier sowie weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter: http://www.bvmed.de/themen/Endoprothetik. Bildmaterial zum Thema „Bewegungsapparat“ gibt es im BVMed-Bilderpool unter: http://www.bvmed.de/bilderpool/Produkte/bilder_gelenke.
Medienkontakt:
Manfred Beeres
Leiter Kommunikation/Pressesprecher
Tel: 030 246 255-20
E-Mail: beeres@bvmed.de
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Fortschritte beim Gelenkersatz
Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt in unserer Gesellschaft stetig an. Mit ihr leider auch die Zahl der Menschen, die an degenerativen Erkrankungen des Skelettes leiden, insbesondere der Gelenke. Immer mehr Menschen werden deshalb ein künstliches Gelenk benötigen. Die Forschung konzentriert sich besonders darauf, Prothesen haltbarer zu machen und immer schonender einbauen zu können - damit sie problemlos mit ihrem Träger alt werden, also langfristig Lebensqualität sichern.
> Fortschritte beim Gelenkersatz
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