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Medizinprodukteindustrie
Wirtschaftswoche-Tagung „Medizintechnik“ Schmitt: „Medizintechnologien können die Versorgungsqualität verbessern und die Fallkosten verringern“
03.07.2008 - 51/08
Die Medizintechnikindustrie beschäftigt in Deutschland nach Angaben des BVMed über 170.000 Menschen. Der Markt für Medizintechnologien betrage rund 22 Milliarden Euro. Ein Blick in die Zukunft zeige, dass die Chancen der MedTech-Branche, ein Wachstums- und Beschäftigungsmotor zu bleiben, ganz erheblich seien. „Der medizintechnische Fortschritt wird sich noch rasanter entwickeln. Eine Reihe weiterer hochinnovativer Technologien ist bereits im Stadium der klinischen Prüfung oder steht kurz davor“, so der BVMed-Geschäftsführer. Für die Gesundheitsversorgung in Deutschland werde dies eine große Herausforderung: „Wir sind nach wie vor und völlig zu Recht stolz auf das erreichte hohe Versorgungsniveau in Deutschland. Die Innovationsfinanzierung wird aber in den nächsten Jahren schwieriger werden.“
Die Medizintechnologiebranche sei dynamisch und hoch innovativ. Rund ein Drittel ihres Umsatzes erzielen die deutschen Medizintechnikhersteller mit Produkten, die weniger als drei Jahre alt seien. Durchschnittlich investierten die forschenden MedTech-Unternehmen rund neun Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Der Innovations- und Forschungsstandort Deutschland spiele damit für die MedTech-Unternehmen eine besonders wichtige Rolle.
Deutschland habe in den zukunftsträchtigen Innovationsfeldern der Medizintechnologie durch die große Zahl gut ausgebildeter Ärzte, Forscher und Ingenieure und durch den hohen Standard der klinischen Forschung beste Voraussetzungen, neue Produkte und Verfahren zur Marktreife zu führen. Verbesserungsbedarf gebe es aber bei der Einführung von Innovationen in die Erstattungssysteme. Der BVMed setze sich daher im laufenden Gesetzgebungsverfahren zur künftigen Krankenhausfinanzierung für eine Verbesserung der Innovationsklausel des DRG-Systems ein. „Um einen flexibleren und schnelleren Zugang zu medizinischem Fortschritt zu ermöglichen, schlägt der BVMed eine Vereinfachung und Entbürokratisierung bei der Vergütung neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden nach dem Krankenhausentgeltgesetz vor“, so Schmitt. Sein Fazit: „Um Innovationen konsequent zu fördern müssen wir koordiniert vorgehen und Qualitätsaspekte stärker in den Fokus rücken. Damit sorgen wir dafür, dass die MedTech-Unternehmen auch in Zukunft zum Wohle der Patienten ein Motor der Gesundheitswirtschaft sein werden.“
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