Medizintechnologie e.V.
Reinhardtstr. 29 b
D - 10117 Berlin
Tel. (030) 246 255 - 0
Fax. (030) 246 255 - 99
info@bvmed.de
Erstattung von Medizinprodukten
Welt-Parkinson-Tag am 11. April - BVMed: Schneller Patientenzugang zu innovativen Medizintechnologien sicherstellen / „Tiefe Hirnstimulation“ zu wenig praktiziert
09.04.2003 - 26/03
Durch eine weltweite Multicenterstudie konnte die dramatische Besserung der Symptome der Parkinsonschen Krankheit durch die „Tiefe Hirnstimulation“ bestätigt werden. Zahlreiche Patienten konnten nach vielen Jahren mit schwerster Behinderung einen Großteil ihrer Selbständigkeit wiedererlangen. Von führenden Neurologen wird die „Tiefe Hirnstimulation“ daher auch als „größter Fortschritt in der Behandlung dieser Erkrankung seit Einführung des L-Dopa“ bewertet. Nur ein Bruchteil der geeigneten Patienten kann allerdings momentan in Deutschland operiert werden. Die Gründe hierfür liegen in der Begrenzung der Implantate-Budgets sowie der OP- und Nachsorgekapazitäten in den Implantationszentren. Trotz der initial hohen Implantatkosten können auch erhebliche Kosten eingespart werden. So berichten verschiedene Kliniken von Einsparungen an kostenintensiven Medikamenten von ca. 3.250 Euro im Jahr, teilweise können diese auch ganz abgesetzt werden. Erste Kostenstudien zeigen eine deutliche Senkung der Folgekosten.
Die Parkinsonsche Krankheit stellt eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen dar. Nach Angaben der Deutschen Parkinson Vereinigung leiden allein in Deutschland 250.000 Menschen an dieser Krankheit. Die meisten Betroffenen befinden sich zwischen dem 50. und 65. Lebensjahr. Angesichts der demographischen Entwicklung in unserer Gesellschaft mit der allgemein steigenden Lebenserwartung ist eine zunehmende Zahl der Betroffenen vorauszusehen.
Eine der größten Herausforderungen für das Gesundheitswesen wird es nach Ansicht des BVMed sein, den medizinischen Fortschritt und medizintechnische Innovationen auch künftig allen Patienten, die sie benötigen, ohne Verzögerung zur Verfügung zu stellen. Derzeit bestehe die Gefahr und im Falle der Behandlung der Parkinsonschen Krankheit bereits die Realität, dass den Patienten neue Behandlungsmethoden vorenthalten werden, erklärte der BVMed. Neue Behandlungsmethoden der Medizintechnologiebranche und neue Therapieansätze würden aber die Genesungszeiten der Patienten verkürzen und es Ihnen damit ermöglichen, schneller wieder am gesellschaftlichen und Arbeitsleben teilzuhaben. Dies stelle auch einen Gewinn für die Volkswirtschaft insgesamt dar.
Diese Inhalte könnten für Sie ebenfalls interessant sein:
- Informationsreihe "Medizinprodukterecht"
- BVMed-Konferenz zur Nutzenbewertung von Medizinprodukten: Verfahrensordnung zur Erprobungsregelung kommt im Juli 2012/ Finanzierung soll über Studienfonds erfolgen
- MedInform-Konferenz zur Kommunikation mit Krankenkassen: „Vertrauen und eine zielgerichtete Kommunikation sind der Schlüssel zur erfolgreichen Zusammenarbeit“
Informationsfilm
Medizintechnologien: Gesundheit gestalten
„Gesundheit gestalten“ zum Wohle des Patienten. Das ist das Leitbild der Unternehmen der Medizintechnologie. Sie leisten mehr an Forschungs- und Entwicklungsarbeit, als so mancher Patient ahnt. Die Branche steht im kontinuierlichen Dialog mit Politikern, Kassen und Ärzten. Der Film zeigt in zahlreichen Beispielen, wie medizintechnische Innovationen das Gesundheitssystem langfristig entlasten und wie sie den Patienten auch künftig ohne Verzögerung zur Verfügung gestellt werden können.
> Medizintechnologien: Gesundheit gestalten
Aktuelle Themen
- Dekubitus
- Erhebungsbogen
- Erstattung
- Hilfsmittel
- Homecare
- Inkontinenz
- Kodex
- Medizinprodukte
- Medizinprodukteberater
- Medizinprodukterecht
- Nadelstichverletzungen
- Tracheostoma
- UDI
- Versorgungsstrukturgesetz
- Wundversorgung




