BVMed intern

BVMed-Jahresbericht 2000/01: Innovative Medizintechnologien bleiben Topthema – Industrie will stärker in Technologiebewertung und DRG-Einführung eingebunden werden

21.05.2001 - 30/2001

Wiesbaden. Die Bedeutung und der Wert von Medizinprodukten und innovativen Medizintechnologien für das deutsche Gesundheitswesen werden auch in den nächsten Monaten Themenschwerpunkte der Arbeit des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) mit seinen mehr als 170 Mitgliedsunternehmen sein. Das erklärte Geschäftsführer Joachim M. Schmitt bei der Vorlage des BVMed-Jahresberichts 2000/01 in Wiesbaden.


Der BVMed will dabei kontinuierlich auf die Hemmnisse aufmerksam machen, die einem schnellen Zugang der Patienten zu innovativen Medizintechnologien entgegenstehen. Die Probleme würden von der zunehmenden Kriminalisierung von politisch eigentlich gewünschtem Sponsoring von medizinischer Forschung im Krankenhaus bis hin zu langsamen und intransparenten Technologiebewertungsverfahren reichen. Joachim M. Schmitt: "Der schnelle Patientenzugang zu neuen medizinisch-technischen Therapien, Verfahren und Produkten ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer fortschrittlichen und qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung".

Bei der Entwicklung und Einführung des neuen Vergütungssystems im Krankenhaus (DRG-System, Diagnosis Related Groups) müsse die Industrie von Anfang an als Prozessbegleiter und Mitberater eingebunden werden, heißt es in dem BVMed-Jahresbericht. Ein weiteres Schwerpunktthema sei die Technologiebewertung. Die beiden Bundesausschüsse "Ärzte – Krankenkassen" und "Krankenhaus" entscheiden über die Einführung neuer medizinischer Verfahren und bewerten bestehende Verfahren (engl. "Health Technology Assessment", HTA). Technologiebewertung müsse sein. Die Entscheidungsstrukturen sind jedoch aus Sicht des BVMed intransparent, unanfechtbar und zu langsam. Der BVMed fordert deshalb zügigere und transparente Entscheidungen. "Die Industrie muss an den Verfahren stärker beteiligt sein. Ein einfaches Anhörungsrecht reicht nicht aus. Die Industrie braucht eine Antrags-, Partizipations- und Einspruchsmöglichkeit", so der BVMed.

Auf die Entwicklung der Medizinprodukteindustrie insgesamt sowie der einzelnen Arbeitsbereiche "Gesundheitspolitik", "Medizinprodukterecht", "Verbraucherschutz" und "Kommunikation/Presse" des BVMed geht der soeben vorgelegte 24-seitige Jahresbericht 2000/01 näher ein. Er kann beim BVMed angefordert werden. Eine Textdatei des Jahresberichts kann auch aus dem Internet (www.bvmed.de) unter der Rubrik "Publikationen" heruntergeladen werden.


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