Innovationen

Weltosteoporosetag am 20. Oktober: BVMed informiert über die Bedeutung von innovativen Medizintechnologien für Osteoporosepatienten

16.10.2003 - 70/03

Berlin. Zum Weltosteoporosetag am 20. Oktober hat der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, auf die große Bedeutung von innovativen Medizintechnologien bei der Behandlung von Patienten mit durch Osteoporose verursachten Frakturen hingewiesen.


"Osteoporose – ein Krankheitsbild, das in unserer älter werdenden Gesellschaft zunimmt – lässt die Knochen porös werden und leicht brechen. Die Folgen einer durch Osteoporose verursachten Fraktur sind starke Schmerzen, der Verlust von Beweglichkeit und Unabhängigkeit, das Unvermögen, alltägliche Aufgaben zu bewältigen und, in vielen Fällen, der Tod. Innovative Medizintechnologien können sehr viel dazu beitragen, die Beweglichkeit und Lebensqualität der Patienten wiederherzustellen", so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.

Der „International Society for Fracture Repair“ (ISFR) zufolge werden 40 % aller Frauen und 15 % aller Männer in ihrem Leben eine Osteoporose-bedingte Fraktur erleiden. Die ISFR geht außerdem davon aus, dass sich die Anzahl solcher Knochenbrüche bis zum Jahr 2050 verdreifachen wird.

Die Medizintechnologiebranche versorgt Patienten mit durch Osteoporose verursachten Frakturen mit Medizinprodukten wie Gehhilfen oder Wirbelsäulenkorsetts, um ihre Beweglichkeit und Unabhängigkeit zu erhalten. Sie bietet aber auch eine breite Palette chirurgischer Möglichkeiten, gebrochene Knochen zu heilen oder zu ersetzen. So werden z. B. seit ca. 20 Jahren erfolgreich Hüftgelenke implantiert. Mit Hilfe moderner Forschung und Technologien werden  dabei die Ergebnisse immer besser. In Deutschland werden ca. 160.000 bis 180.000 Hüftendoprothesen pro Jahr implantiert. Die neuesten Hüftersatztechniken sind minimal-invasiv und ermöglichen deutlich kürzere Krankenhausaufenthalte: Patienten können innerhalb eines Tages (sonst nach ca. 11 Tagen) aus dem Krankenhaus entlassen werden, die Operation ist weniger traumatisch und die Rehabilitation geht schneller und ist weniger schmerzvoll. Ähnliche innovative Operationstechniken werden auch bei Kniegelenksersatz-Operationen angewandt.

Die traditionelle Behandlung von durch Osteoporose verursachten Wirbelkörperfrakturen besteht aus Bettruhe, narkotischen Schmerzmitteln und dem Einsatz von Stützkorsetts. Diese Art der Behandlung stellt jedoch keine vollständige Lösung gegen den Schmerz und die Deformierung der Wirbelsäule dar, die solche Brüche begleiten. Heute gibt es eine neue minimal-invasive Operationsmethode (Kyphoplastie), die die Wirbelsäulenfraktur stabilisiert, den Wirbelkörper zu seiner normalen Höhe aufrichtet und dabei mit sofortiger Schmerzlinderung und früherer Wiederherstellung der Beweglichkeit die Lebensqualität des Patienten deutlich verbessert (das "Loch" in der Wirbelsäule wird durch ein spezielles Ballonverfahren mit Knochenzement gefüllt). Die durchschnittliche Operationsdauer beträgt eine Stunde pro behandeltem Wirbel und erfordert im allgemeinen nur einen minimalen Krankenhausaufenthalt von ca. einem Tag.


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