Medizintechnologie e.V.
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DRG-System
Date
MedInform-Veranstaltung: Medizintechnologien im G-DRG-System
Datum: Dienstag, 24.01.2006 09:30 - 16:00
Ort: MARITIM Hotel Bonn
ÜBERSICHT
Zum Thema
Mit dem ersten Jahr der Konvergenzphase sind bereits erste Auswirkungen der ökonomischen Umverteilung im G-DRG-System zu spüren. Ein großer Teil der Kliniken verliert konvergenzbedingt Budgetanteile, trotz der Abfederung durch das 2. Fallpauschalen-Änderungsgesetz. Davon sind insbesondere Leistungserbringer der Maximal- und Hochleistungsmedizin betroffen, die einen großen Teil ihrer Leistungen mit medizintechnologischen Verfahren erbringen. Dadurch entsteht ein Handlungsdruck im Versorgungsprozess durch die Leistungserbringer, der sowohl ökonomische wie auch strukturelle Entscheidungen über den Einsatz dieser Technologien bedingt. Die Umstellung von einem Budgetsystem in ein Leistungsmengensystem beeinflusst wesentlich die zukünftige Orientierung der Kliniken in Ihrer Leistungsplanung und Ausrichtung. Parallel laufende Prozesse, wie die Umorientierung auf ambulante Leistungsbereiche, die Entwicklung von transsektoralen Versorgungslösungen und die Privatisierung der Kliniklandschaft, bestimmen zudem die zukünftige Ausrichtung der medizintechnologischen Versorgung.
Bereits jetzt werden erste Überlegungen über die Ausrichtung der Klinikvergütungen nach der Konvergenz diskutiert. Wird das Preissystem sich landes- oder bundesweit etablieren oder durch ein Höchst- oder Richtpreissystem ersetzt? Eine wichtige Voraussetzung im Weiterentwicklungsprozess des DRG-Systems ist die adäquate Abbildung von Medizintechnologien in den Fallpauschalen und Zusatzentgelten. Sind die Leistungen der sachkostenrelevanten Medizintechnologien im derzeitigen und zukünftigen Katalog sachgerecht mitberücksichtigt? Welche Rolle spielt die Industrie im Weiterbildungsprozess und welche Anforderungen werden an diese gestellt, junge und innovative Medizintechnologien sachgerecht abzubilden? Wie ist bisher der Prozess der Implementierung von neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in den DRG-Katalog gelungen?
Diese Erfahrungen und Anforderungen werden von den Akteuren des Systems auf der Veranstaltung dargelegt und bewertet. Diese Sichtweisen werden sowohl durch das Ministerium, die Kosten- und Leistungsträger sowie von Praktikern thematisiert. Dabei wird die jeweilige Sichtweise der Vortragenden im Kontext mit den Anforderungen und Erwartungen an die Industrie im "Lernenden System" rückgekoppelt. Die Verknüpfung von ordnungspolitischer Gestaltung und praktischer Anwendung bietet eine hervorragende Gelegenheit, wichtige Informationen für die Umsetzung im eigenen Tätigkeitsfeld zu sammeln.
Ziel der Konferenz
Die Informationsveranstaltung soll Erfahrungen und Anforderungen der Krankenhäuser im Fallpauschalensystem für die zukünftige Versorgung mit etablierten, jungen und innovativen Medizintechnologien aufzeigen. Die beteiligten Institutionen werden ihre Vorstellungen und Visionen über die weitere Ausgestaltung des Fallpauschalensystems darstellen. Vertreter der Industrie, Leistungserbringer, Kostenträger, Gesundheitsökonomie und Politik stellen sich Ihren Fragen im Anschluss an die Vorträge.
Referenten
- MinR Karl-Heinz Tuschen, Leiter Referat Wirtschaftliche Fragen der Krankenhäuser, Krankenhausforschung, Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bonn
- Dr. med. Frank Heimig, Geschäftsführer, InEK gGmbH Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus, Siegburg
- Martin Heumann, Geschäftsführer, Krankenhauszweckverband Köln, Bonn und Region – Berufsverband – e. V. (KHZV), Köln
- Dr. Wulf-Dietrich Leber, Geschäftsbereichsleiter "Gesundheit", AOK-Bundesverband, Bonn
- Prof. Dr. med. Arend Billing, Chefarzt, Chirurgische Klinik IV – Klinik für Gefäßchirurgie, Klinikum Offenbach GmbH
- Dr. med. Rolf Bartkowski, Managing Director, German MedGates Ltd.; Strukturkommission der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Berlin
- Oliver Martini, Manager Gesundheitsökonomie, Ethicon GmbH, Norderstedt
- Univ.-Prof. Dr. Günter Neubauer, Direktor, IfG Institut für Gesundheitsökonomik, München
Moderation
- Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer/Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. (BVMed), Berlin
PROGRAMM
09.30 Uhr
Kaffee-Empfang
10.00 Uhr
DRG-System in der Konvergenzphase und zukünftige ordnungspolitische Weichenstellungen
- Preissystem versus Vertragssystem
- Monistik versus duale Krankenhausfinanzierung
MinR Karl-Heinz Tuschen, BMG
10.30 Uhr
DRG-Katalog 2006 – Kalkulation von medizintechnologischen Verfahren
- DRG-relevante Einzelkosten
- Optimierung der Kostenerfassung und Plausibilitäten
Dr. med. Frank Heimig, InEK
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Leistungsmengenplanung als entscheidender Erfolgsfaktor
- Planungen von Entgelten nach §§ 6.1 und 6.2 NUBs
- Mindestmengenregelungen
Martin Heumann, KHZV
12.00 Uhr
Medizintechnologische Prozeduren im Fallpauschalenkatalog aus Sicht der Kostenträger
Dr. Wulf-Dietrich Leber, AOK-Bundesverband
12.30 Uhr
Mittagspause
13.30 Uhr
Neue Untersuchungs- und Behandlungsverfahren mit Medizintechnologien
- Umsetzung durch die Universitätsklinik
- Brauchen wir ein Innovationsbudget?
Prof. Dr. med. Arend Billing, Klinikum Offenbach GmbH
14.00 Uhr
Anforderungen an die Industrie im Weiterentwicklungsprozess der DRG der Zukunft
- Voraussetzungen für den Weiterentwicklungsprozess
- Medizinische und kalkulatorische Definitionen
Dr. med. Rolf Bartkowski, German MedGates Ltd.
14.30 Uhr
Kaffeepause
15.00 Uhr
Innovationsimplementierung von Medizintechnologien im DRG-System
- Weiterentwicklungsvorschläge aus der Praxis
- Kooperation Industrie/Leistungserbringer/DRG-Systemverantwortliche
Oliver Martini, Ethicon GmbH
15.30 Uhr
Neue Formen der Krankenhausversorgung mit Medizintechnologien?
- Ambulante Versorgung durch die Klinik (MVZ, IV)
- Notwendige Angleichung der Vergütungssysteme EBM/DRG?
Univ.-Prof. Dr. Günter Neubauer, IfG
ca. 16.00 Uhr Ende der Veranstaltung
ECKDATEN
Termin
Dienstag, 24. Januar 2006, 9.30 Uhr
Veranstaltungsort
MARITIM Hotel Bonn
Godesbeger Allee
53175 Bonn
Tel. (0228) 8108-0
Fax (0228) 8108-811
Anfahrtsbeschreibung und Hotelinformationen:
http://www.maritim.de/typo3/index.php?id=677
(Eingabe Navigationssystem: Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3)
Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr beträgt 455,00 EURO zuzüglich 16 % MwSt. Inbegriffen sind Mittagessen, Getränke sowie Tagungsunterlagen. Die Teilnahmegebühr wird nach Erhalt der Rechnung ohne jeden Abzug fällig.
Anmeldung
Bis spätestens 16. Januar 2006 auf beiliegendem Anmeldebogen, per E-Mail an schlauss@bvmed.de oder im Internet unter www.bvmed.de (Veranstaltungen). Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich, für die Sie eine schriftliche Anmeldebestätigung bzw. eine Bestätigungsmail erhalten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
MedInform behält sich den Wechsel von Dozenten und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor. Muss eine Veranstaltung aus Gründen, die MedInform zu vertreten hat, ausfallen, so werden lediglich bereits gezahlte Teilnahmegebühren erstattet. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.
Stornierung:
Wird eine Anmeldung nicht spätestens fünf Werktage vor dem Veranstaltungsbeginn schriftlich widerrufen, so wird die volle Teilnahmegebühr auch bei Nichtteilnahme fällig.
MedInform
c/o Bundesverband Medizintechnologie e. V.
Reinhardtstraße 29 b, 10117 Berlin
Tel. (030) 246 255 - 0
Fax (030) 28 04 16 53
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