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Hilfsmittel
„Dekubitus-Forum“ im BVMed will Versorgungsqualität und Informationsstand verbessern
28.02.2006 - 19/06
Hintergrund der Initiative ist, dass der Informationsstand der an der Versorgung mit Hilfsmitteln gegen Dekubitus Beteiligten oft noch immer unzureichend ist. Zudem seien die Rahmenbedingungen der Versorgung nicht immer qualitätsfördernd. Es fehle an entsprechenden Versorgungsstandards. Dies führe bei den betroffenen Patienten zu vermeidbaren Schmerzen und bei den Kostenträgern zu Mehraufwendungen durch nicht zielgerichtete Versorgungen.
Unter Dekubitus versteht man ein Druckgeschwür, das entsteht, wenn ständiger Druck auf bestimmte Hautareale deren Versorgung mit sauerstoffreichem Blut verhindert. Druckgeschwüre zählen zu den chronischen Wunden. Die Häufigkeit von Dekubitus in Deutschland ist noch immer nicht sicher belegt. Experten schätzen, dass in Deutschland rund ein Prozent der Bevölkerung von Dekubiti betroffen sind. Das wären – je nach Schätzung – zwischen 750.000 und 1,5 Millionen Menschen. Betroffen sind vor allem ältere, immobile und/oder kranke Menschen in Krankenhäusern, Pflege- und Altenheimen, aber auch in der häuslichen Pflege. Die Behandlung und Heilung von Dekubitus ist oft langwierig und belastend für die Betroffenen, die Angehörigen und die Pflegenden.
Die Behandlung von Druckgeschwüren verursacht nach Expertenschätzungen Kosten von bis zu 2 Mrd. € jährlich. Die Behandlung von Dekubitus wird oft vernachlässigt, unter anderem weil ein Druckgeschwür in der Regel als Begleiterkrankung auftritt, sodass verschiedene ärztliche Disziplinen mit dem Krankheitsbild konfrontiert sind (Geriatrie, Dermatologie, Innere Medizin), aber nur wenige Ärzte die Versorgung solcher chronischer Wunden zu ihrem Spezialgebiet machen.
Kontaktperson zum „Dekubitus-Forum“ des BVMed ist: Daniela Piossek, BVMed, Reinhardtstraße 29 b, 10117 Berlin, Tel. (030) 246 255-25, E-Mail: piossek@bvmed.de.
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In Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen an chronischen Wunden, zum Beispiel an offenen Beinen. Um diese Wunden zum Heilen zu bringen, reicht es nicht aus, wenn nur die jeweilige Grunderkrankung behandelt wird. Ohne die richtige äußerliche Versorgung bleibt das Problem über Jahre bestehen. Und das tut es leider bei den meisten Patienten. Moderne, feuchte Wundversorgungsprodukte sind auf dem Markt, aber die wenigsten Ärzte wenden sie an. Aus Unkenntnis oder aus Kostengründen.
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