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Homecare
BVMed zur zunehmenden Bedeutung von "Homecare": Steigerung der Lebensqualität bei gleichzeitiger Kostenersparnis
28.01.2002 - 07/02
Homecare bietet nach Ansicht des BVMed dabei die Vorteile
Steigerung der Lebensqualität, da der Patient zu Hause behandelt wird sowie
Kostenersparnis, da ein teurer Krankenhausaufenthalt vermieden wird.
Als Beispiel nennt der BVMed den Bereich der Dialyse. Früher musste ein Patient, der an Niereninsuffizienz erkrankt war, im Krankenhaus therapiert werden. Die notwendige Blutwäsche (Dialyse) war nur in der Klinik möglich. Der medizintechnische Fortschritt bzw. innovative Medizintechnologien machen es möglich, dass Patienten nun zu Hause die Dialyse selbst durchführen können. Medizinisch geschultes Fachpersonal weist den Patienten dabei in die Handhabung der Produkte ein und kontrolliert den Therapieverlauf in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt.
Dass der Homecare-Bereich weiter an Bedeutung zunehmen wird, ergibt sich u. a. aus folgenden Aspekten:
Die demographische Entwicklung in Deutschland führt zu immer mehr älteren Menschen, die im hohen Alter an mehreren Krankheiten leiden.
Die Einführung der DRGs im Krankenhausbereich wird zu einer Verkürzung der Liegezeiten führen. Dadurch werden die Patienten früher in den ambulanten Bereich überführt, die nachstationäre Behandlung, z. B. durch Homecare, gewinnt an Bedeutung.
Patienten-Managementsysteme für chronisch Kranke (Managed Care) rücken zunehmend in den Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Debatte.
Die demographische Entwicklung, die gesellschaftliche Strukturveränderung, wachsende Lebenserwartung und medizintechnischer Fortschritt sind die Herausforderungen der Zukunft an das Gesundheitssystem. Homecare kann dabei zu mehr Lebensqualität führen und helfen, eine optimale Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Zur Erstattungssituation erklärte der BVMed, dass Homecare eine medizinische Therapie, also eine Krankenbehandlung ist. Deshalb müssen die Leistungen auch von der Krankenkasse und nicht von der Pflegekasse bezahlt werden.
Der BVMed hatte im Sommer 2001 ein eigenes Referat "Homecare" gegründet und Anfang des Jahres zahlreiche Unternehmen des aufgelösten "bundesverbandes homecare" (bvhc) aufgenommen. Homecare ist damit ein weiterer Themenschwerpunkt für den Wirtschaftsverband, der am "Runden Tisch" die Branche vertritt.
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