Homecare

Demografischer Wandel stärkt Rolle von Homecare

In einer alternden Bevölkerung wird der Stellenwert von Homecare weiter steigen. Das war das Fazit der MedInform-Konferenz „Homecare: eine ambulante Perspektive? – Einflussfaktoren und Zukunftsszenarien“.

„Homecare versorgt flächendeckend Patienten und Anwender mit Hilfsmitteln oder enteraler Ernährung zu Hause oder in Pflegeheimen. Dabei wird dem Grundsatz ambulant vor stationär Rechnung getragen“, so Jana Künstner, Homecare-Expertin des BVMed. Homecare habe dabei auch eine volkswirtschaftliche Dimension: „Die Autonomie von Patienten, Anwendern und Nutzern wird gefördert und ermöglicht dadurch ein selbstbestimmtes Leben. Chronisch Kranke nehmen schneller wieder am Arbeitsleben teil.“
Die Branche müsse sich auf tiefgreifende Veränderungen einstellen, denn die finanziellen Ressourcen der Krankenversicherung sind begrenzt und den Ärzten und Pflegekräften fehle qualifizierter Nachwuchs, erklärte Wulf-Diethardt Rieck von pfm. Die Experten waren sich einig: Homecare muss eng mit Partnern im Versorgungsprozess zusammenarbeiten, um neue Perspektiven für ein leistungsfähiges und wirtschaftliches Gesundheitswesen eröffnen zu können. Astra Tech-Geschäftsführer Dr. Jörg Nosek stellte das Zukunftskonzept „Standardisierte Behandlungspfade“ vor. Bei den rechtlichen Rahmenbedingungen muss sich die Branche auf weitere Änderungen einstellen. „Die Delegation von ärztlichen Leistungen, das neue Agnes-Modell, die Regelungen im Versorgungsstrukturgesetz: Homecare muss sich weiter dem Markt anpassen und verändern“, so Rechtsanwalt Peter Hartmann. Mehr: www.bvmed.de (Pressemitteilungen).


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