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Neue BVMed-Infokarte: „Verbandmittel bleiben verordnungsfähig“ / Zuzahlungsregelung „nach Verordnungszeile“
15.03.2004 - 19/04
„Verbandmittel sind Medizinprodukte und fallen somit nicht unter die OTC-Regelung, nach der rezeptfreie bzw. nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel für Patienten über 12 Jahren nicht mehr zu Lasten der GKV verordnungsfähig sind“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt.
Rückmeldungen von Ärzten und Apotheken zeigen nach wie vor, dass die Arzneimittel-Ausschlussregelung fälschlicherweise auch auf Verbandmittel angewendet wird. Zudem enthalten manche Praxiscomputersysteme bei Verbandmitteln noch immer den Hinweis: „nicht apothekenpflichtiges Präparat, welches nicht mehr auf einem Kassenrezept verordnet werden darf.“ Das führt bei Ärzten und Apothekern zu Verunsicherungen und gefährdet die Patientenversorgung.
Beispiele für Verbandmittel sind:
:: Moderne Wundversorgungsprodukte, z. B. Alginate, Hydrogele, Hydrokolloide, Schäume, silberhaltige Wundauflagen;
:: Traditionelle Wundauflagen, z. B. Kompressen, Tamponaden;
:: Binden und Verbände, z. B. Kompressions- und Zinkleimbinden;
:: Pflaster, z. B. Fixierpflaster, Wundschnellpflaster sowie
:: Verbandsets und Verbandwatte.
Die BVMed-Infokarte enthält Informationen über die Verordnung und Erstattung sowie die Zuzahlungsregelungen für Verbandmittel. Für die Berechnung des Zuzahlungsbetrags für Verbandmittel ist der Wert der Verordnungszeile maßgebend. Der Leistungserbringer, beispielsweise der Apotheker oder Sanitätsfachhändler, muss die Zuzahlung von den Versicherten für die Krankenkasse einziehen.
Die BVMed-Informationskarten können im Internet unter www.bvmed.de (Publikationen – Infokarten) abgerufen oder beim BVMed bestellt werden (Mail an info@bvmed.de). Sie sind in kleineren Stückzahlen kostenlos.
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Moderne Wundversorgung
In Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen an chronischen Wunden, zum Beispiel an offenen Beinen. Um diese Wunden zum Heilen zu bringen, reicht es nicht aus, wenn nur die jeweilige Grunderkrankung behandelt wird. Ohne die richtige äußerliche Versorgung bleibt das Problem über Jahre bestehen. Und das tut es leider bei den meisten Patienten. Moderne, feuchte Wundversorgungsprodukte sind auf dem Markt, aber die wenigsten Ärzte wenden sie an. Aus Unkenntnis oder aus Kostengründen.
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