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Gesundheitspolitik
Emnid-Umfrage im Auftrag des BVMed: „Entscheider beurteilen künftige Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems deutlich besser als vor einem Jahr“
06.07.2011 - 57/11
Rund drei Viertel Prozent der befragten Abgeordneten glauben, dass sich die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems in den nächsten vier Jahren „sehr verbessern“ bzw. „eher verbessern“ wird. Dieses Ergebnis liegt 32 Prozentpunkte höher als bei der Befragung vor einem Jahr. Von den Vertretern der Selbstverwaltung aus Krankenkassen und Ärzten antworteten 72 Prozent optimistisch. Das sind 28 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Ministeriums- und Behördenvertreter sind mit einem Wert von 40 Prozent deutlich pessimistischer als Politik und Selbstverwaltung. Dieser Wert hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
Rund drei Viertel der Befragten (73 Prozent) wünschen sich einen stärkeren Einsatz innovativer Medizintechnologien, um die Qualität der Patientenversorgung zu erhalten oder sogar zu verbessern. Der vergleichbare Wert für den stärkeren Einsatz moderner Arzneimittel liegt bei nur 38 Prozent. 94 Prozent erwarten bessere sektorenübergreifende Versorgungskonzepte. 78 Prozent wünschen sich mehr Versorgungsforschung und 76 Prozent weniger Bürokratie, um die Versorgungsqualität zu verbessern.
Die befragten Entscheider verbinden mit der Medizintechnologiebranche vor allem die Begriffe „Beitrag zur Lebensqualität von Menschen“ (7,8 Punkte auf einer 10-Punkte-Skala), „Innovationskraft“, „Qualität und Sicherheit“ (jeweils 7,7 Punkte) sowie „bedeutender Wirtschaftsfaktor“ (7,3 Punkte). In Bezug auf die Kenntnisse zu Markteintrittskriterien für Medizinprodukte schätzen sich die Krankenkassen- und Ärztevertreter (6,0 Punkte, plus 0,4 Punkte) sowie Ministeriums- und Behördenvertreter (5,8 Punkte, plus 0,8 Punkte) als besser informiert gegenüber dem Vorjahr ein.
Der BVMed bewertet die Ergebnisse der Umfrage als klares Signal für die Notwendigkeit einer innovationsfreundlichen Gesundheitspolitik: „Zur Verbesserung der Patientenversorgung muss das Innovationsklima in Deutschland weiter optimiert und die bürokratischen Hürden verringert werden“, so Schmitt. Positiv sei, dass die Kenntnisse der politisch Verantwortlichen über die Besonderheiten der Medizintechnologiebranche und ihre Bedeutung für die Patientenversorgung zunehmen: „Die Medizintechnologie-Branche bringt eine riesige Bandbreite an Produkten hervor, die vom Verbandmaterial über Endoprothetik bis hin zu hochkomplexen technischen Gerät reicht. Diese Heterogenität macht es für Außenstehende oft schwer, die Leistungen der Branche zu verstehen.“
Um die Leistungen und die Bedeutung der Medizintechnologie-Branche sowie deren Rahmenbedingungen zu verdeutlichen, hat der BVMed im vergangenen Jahr eine Informationskampagne initiiert, mit der Entscheidern im Gesundheitssystem die Wertigkeit, Innovationskraft und Faszination von Medizintechnologien vermittelt werden soll. Unter www.massstab-mensch.de können sich Interessierte ausführlich über innovative Medizintechnologien und die Informationskampagne „Der Mensch als Maßstab. Medizintechnologien“ informieren.
Medienkontakt:
Manfred Beeres
Leiter Kommunikation/Pressesprecher
Tel: 030 246 255-20
E-Mail: beeres(at)bvmed.de
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