Gesundheitspolitik

MedTech-Branchenkonferenz in Jena BVMed-Vorsitzender Dr. Meinrad Lugan: „Neue Wege bei der Innovationsfinanzierung gehen“

25.06.2009 - 62/09

Berlin/Jena. Neue Wege bei der Finanzierung von medizintechnischen Innovationen hat der BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan auf der „Zukunftskonferenz Medizintechnik“ am 25. Juni 2009 in Jena eingefordert. Um die Aufnahme in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in allen Bereichen zu beschleunigen, schlug Dr. Lugan beispielsweise einen „Innovationspool“ vor, in den Mittel der GKV und der Forschungs- und Wirtschaftsförderung fließen sollten, „die zielgerichtet für medizintechnische Innovationen eingesetzt werden“. Veranstalter der ersten MedTech-Branchenkonferenz sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, die deutschen Medizintechnik-Verbände BVMed, DGBMT, SPECTARIS und ZVEI sowie das Thüringer Medizintechnik-Netzwerk medways.


Dr. Lugan regte zudem eine Diskussion über ein „Steuergefördertes Innovationssparen“ (SIS) im Gesundheitsbereich ähnlich der Riester-Rente an. Die steuerliche Förderung schaffe einen wichtigen Impuls, rechtzeitig vorzusorgen. „Die Patienten bekommen mehr Wahlfreiheit, eine höherwertige Versorgung zu wählen und sich diese auch leisten zu können.“

Der BVMed-Vorsitzende plädierte dafür, die einzelnen Politikbereiche, die mit der Gesundheitswirtschaft befasst sind, noch besser miteinander zu verknüpfen. Die Branchenkonferenz und die eingerichteten MedTech-Werktstattgespräche seien hier ein guter Ansatz. Insbesondere müsse die Zusammenarbeit aller zuständigen Ministerien bei Studien und Unterstützungsprogrammen für die Gesundheitswirtschaft noch stärker koordiniert werden. Gemeinsames Ziel müsse es sein, Deutschland als ein „Kompetenzzentrum Gesundheit“ zu etablieren. Dazu würden moderne Medizintechnologien einen wichtigen Beitrag leisten, so Dr. Lugan.


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