Gemeinsamer Bundesausschuss

BVMed: Gemeinsamer Bundesausschuss zeigt sich offen gegenüber Einbeziehung der MedTech-Unternehmen

24.05.2006 - 39/06

Berlin. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) steht einer Einbeziehung der Unternehmen der Medizintechnologie bei der Entscheidungsfindung des Gremiums der Selbstverwaltung offener gegenüber. Das teilte der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, nach den ermutigenden Gesprächen während des Hauptstadtkongresses in Berlin mit.


Eine Einbeziehung des Sachverstandes der Industrie in einer frühen Phase des G-BA-Prozesses könne er sich gut vorstellen, sagte der G-BA-Vorsitzende Dr. Rainer Hess in einer Podiumsdiskussion mit dem BVMed-Vorstandsvorsitzenden Anton J. Schmidt auf dem Hauptstadtkongress in Berlin. Ein Mitentscheidungsrecht schließt Hess allerdings aus. Die Beteiligung der Industrie könnte analog der Verfahrensbeteiligung nach dem AVWG (Expertengespräch, Anhörung, Stellungnahme) bei der Festsetzung der Festbeträge gestaltet werden.

Der Vorstandsvorsitzende des IKK-Bundesverbandes, Rolf Stuppardt, zeigte sich ebenfalls aufgeschlossen gegenüber einer Mitwirkung der Industrie an den G-BA-Prozessen. Er stellte den Vorschlag für ein neues Organisationsmodell des Bundesausschusses vor, bei dem auch eine stärkere Einbindung „externen Sachverstands“ ermöglicht werden soll.

„Ein frühes Mitwirken in dem G-BA-Prozess der Entscheidungsfindung ist für die Unternehmen der Medizintechnologie wertvoll. Denn wenn wir den Prozess besser verstehen, können wir uns deutlich besser auf die Anforderungen vorbereiten“, erklärte der BVMed-Vorstandsvorsitzende Schmidt. Er dankte Hess und Stuppardt für das Entgegenkommen und setzt auf eine verstärkte partnerschaftliche Zusammenarbeit, um Innovationen der Medizintechnologie, die einen Fortschritt für die Menschen bedeuten, schneller zum Patienten zu bringen.


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