Telemedizin

FDP-Wahlprogramm: Pläne im Gesundheitswesen

Die FDP wendet sich in ihrem Wahlprogramm ("Bürgerprogramm 2013") strikt gegen "eine zentralistisch gelenkte Staatsmedizin", die "den Patienten zum Bittsteller macht". Die Wahlfreiheit der Bürger bleibe der ausschlaggebende Punkt liberaler Gesundheitspolitik. Die Partei von Gesundheitsminister Daniel Bahr ist für eine starke private Krankenversicherung und in der gesetzlichen Krankenversicherung für die Abschaffung der Budgets hin zu einem Kostenerstattungsprinzip.

Johanna Wanka: Individualisierte Medizin fördern

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) möchte die individualisierte Medizin mehr fördern. Das BMBF wird von 2013 bis 2016 bis zu 100 Millionen Euro für entsprechende For­schungs- und Entwicklungsprojekte ausgeben. „Die individualisierte Medizin ist eines der vielversprechendsten Felder unserer modernen Medizin und eine der zentralen Herausforderungen der Gesundheits­forschung“, so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU).

Hecken: MedTech-Innovationen müssen flotter in die Fläche

Die Methodenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) dauert für Verfahren der Medizintechnologie oft zu lange. Ziel der neuen Erprobungsregelung für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUBs) mit Medizinprodukten ist es, MedTech-Innovationen "flotter in die Fläche zu bekommen", sagte der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken auf dem Gesprächskreis Gesundheit des BVMed. Derzeit gebe es rund 40 ernstzunehmende Anfragen sowie drei Verfahren aus dem G-BA-Unterausschuss Methodenbewertung. 2013 werde aber noch kein Verfahren beginnen, da derzeit noch die europaweite Ausschreibung für den Projektträger laufe, so Hecken. Für Anträge von außen müsse es eine Priorisierung geben. Wichtig ist nach Ansicht des G-BA-Chefs, dass auch die schnelleren Verfahren rechtssicher ausgestaltet werden.

SPD-Programm: Gesundheitssystem reformieren

Die SPD will im Falle eines Wahlsiegs die Bürgerversicherung für alle gesetzlich Versicherten verbindlich einführen, so die Partei in ihrem Programm-Entwurf. Der GKV-Beitrag soll zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern wieder gleich aufgeteilt werden. Außerdem fordert die SPD in ihrem Entwurf eine einheitliche Honorarordnung für alle Krankenkassen.

3. Gesundheitswirtschaftskonferenz: eHealth fördern

Im Mittelpunkt der 3. Gesundheitswirtschaftskonferenz unter dem Titel „Gesundheitswirtschaft geht online – Chancen eines digitalen Aufbruchs“ stehen Verbesserungen im Gesundheitssektor durch stärkere digitale Vernetzung. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr warben dafür, die Chancen der digitalen Technologien offensiv zu nutzen.

Gesundheitspolitik: 10 Punkte für die Versorgung von Patienten mit fortschrittlicher Medizintechnologie

BVMed Kernbotschaften zur Sicherung der Patientenversorgung mit fortschrittlicher Medizintechnologie
Stand: August 2009

2009-03: Moderne Telemedizinische Verfahren in der Kardiologie: MedTech trifft IT

Autorenbeitrag für Berlin Medical, März 2009, von Joachim M. Schmitt, BVMed-Geschäftsführer & Mitglied des Vorstands, und Manfred Beeres, Leiter Kommunikation, BVMed - Bundesverband Medizintechnologie, Berlin