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Innovationspool
Verstellbares röntgenfreies Gravitationsventil für die Hydrozephalustherapie
Krankheitsbild
Der Begriff Hydrozephalus (Wasserkopf) stellt eine Störung der Resorption oder der Zirkulation der Gehirnflüssigkeit dar. Das Volumen der Flüssigkeit im Kopf nimmt stetig zu und kann zu einer lebensbedrohlichen Drucksteigerung führen. Bei Kleinkindern kann es auf Grund der noch weichen Schädelstruktur zu einem überproportionalem Kopfumfang, dem so genannten Wasserkopf kommen. Bei Erwachsenen ist die Ausdehnung des Schädelvolumens nicht möglich. Als Folge davon wird die Gehirnmasse zusammengedrückt, die Funktion ist somit stark eingeschränkt. Erste Symptome sind Schwindel, Gangstörungen, Kopfschmerzen und Sehstörungen oder auch Inkontinenz.
Der Hydrozephalus ist die am häufigsten angewandte Operation bei Neugeborenen. Etwa jedes 1000. Neugeborene kommt in Deutschland mit einem Hydrozepahlus zur Welt. Hydrozephalus kann man aber auch in fortgeschrittenem Alter, beispielsweise durch eine Tumorerkrankungen oder Infektionen bekommen.
Eine spezielle Art des Alters-Hydrozephalus heißt Normaldruckhydrozephalus, oder kurz NPH. Seine Entstehung ist bis heute zum großen Teil nicht wissenschaftlich erklärbar. In Deutschland sind 55.000 bis 60.000 Menschen an Normaldruck-Hydrocephalus erkrankt. Gangstörungen, Wahrnehmungsstörungen und Harninkontinenz charakterisieren den NPH-Symptome ähnlich wie bei der Alzheimer-Erkrankung. Daher ist eine Diagnose oft nicht einfach.
Therapie bei Hydrozephalus
Zur Behandlung des Hydrozephalus werden den Patienten so genannte Shuntsysteme implantiert. Diese sollen die überschüssige Flüssigkeit über einen Katheter ableiten und somit wieder normale Druckverhältnisse herbeiführen. Die Ableitung der Hirnflüssigkeit wird heute üblicherweise in den Bauchraum (Peritoneal) durchgeführt, in seltenen Fällen auch in das Venöse-System (Atrial). Das Herzstück eines Shuntsystems stellt ein Ventil dar, welches den Hirndruck innerhalb der physiologischen Grenzen regeln soll.
Die Komplexität des Krankheitsbildes und die individuellen Verhältnisse eines jeden einzelnen Patienten erschwert die Auswahl der geeigneten Ventilöffnungsdruckstufe. Abhilfe versprachen hier die vor etwa 20 Jahren entwickelten verstellbaren Ventile. Diese Ventile lassen sich je nach Bedürfnis mittels eines Magneten von außen, ohne weitere OP, auf die gewünschte Druckstufe einstellen. Ein Nachteil ist jedoch die Tatsache, dass die Ventileinstellung auch ungewollt durch Magnetfelder gewöhnlicher Haushaltsgeräte wie Haarföhn, Kopfhörer oder schnurloses Telefon verstellt werden kann. Die Folgen können dramatisch sein. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass zur Überprüfung der Druckeinstellung sehr häufig eine Röntgenuntersuchung notwendig ist, welches gerade bei der Behandlung des kindlichen Hydrozephalus ein enorme Strahlenbelastung bedeutet.
Auch lageabhängige Druckunterschiede (Patient liegt, Patient steht) können mit verstellbaren Ventilen nicht ausreichend kompensiert werden.
Die Lösung heißt proGAV
Die Christoph Miethke GmbH & Co. KG hat das derzeit modernste Shuntsystem auf dem Markt - proGAV - entwickelt. Das kleine aus Titan gefertigte Ventil verfügt über eine patentierte Gravitationseinheit, die den Ventilöffnungsdruck automatisch der Körperposition des Patienten anpasst. Der Hirndruck wird somit in jeder Körperlage innerhalb der gewünschten Grenzen gehalten.
Mit dem einzigartigen „Activ-Lock“ Mechanismus, ist das verstellbare Ventil zudem gegen ein ungewolltes Verstellen geschützt und bis zu 3 Tesla Kernspin kompatibel. Eine höchstmögliche Sicherheit ist für den Patienten somit gewährleistet.
Als besonders innovativ gilt das Handling zum Verstellen und zur Überprüfung der gewünschten Druckeinstellung des Ventils. Zwei Instrumente ermöglichen ein einfaches, schnelles und unkompliziertes Behandeln des Patienten an jedem Ort. Belastende Röntgenuntersuchungen sind mit dem proGAV nicht mehr notwendig, eine Tatsache, die der Klinik nicht unerheblich Kosten erspart.
Zudem bietet das proGAV als einziges Ventil auf dem Markt die Möglichkeit, den Öffnungsdruck bis auf Null zu verringern, eine immer häufiger gefragte Therapiemöglichkeit, speziell bei der Behandlung von NPH-Patienten.
Entwicklung & Produktion:
Christoph Miethke GmbH & Co. KG
Roland Schulz
Ulanenweg 2
14469 Potsdam
Telefon: +49 (0) 331 620830
Telefax: +49 (0) 331 6208340
Mail: roland.schulz@miethke.com
info@miethke.com
www.miethke.com
Anwendungsgebiet: Neurologie/Neurochirurgie
Produktart: Implantate
Produktname: proGAV
Eingestellt am:
13. Dezember 2005
Informationen im Internet: http://www.miethke.com
Bilder im Internet: http://www.aesculap-neuro.com
Firma: Aesculap AG & Co. KG
Ansprechpartner: Mirjam Hermann
Strasse: Am Aesculap Platz
PLZ/Ort: Tuttlingen 78532
Telefon: 07461/95-1413
Telefax: 07461/95-2131
E-Mail: mirjam.hermann@aesculap.de
Internet: http://www.aesculap.de
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