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Glossar und Wörterbuch
Stoma
Nach einer Darm- oder Harnblasenoperation wird manchen Patienten vorübergehend ein künstlicher Ausgang (medizinisch: Stoma) gelegt: Der Operateur leitet einen Teil des Darms bzw. der Harnblase über eine 2-3 Zentimeter große Öffnung in der Bauchdecke nach außen. Ausscheidungen wie Stuhl oder Urin verlassen den Körper der Betroffenen fortan nur noch über das Stoma, bis dieses nach einigen Wochen oder Monaten zurückverlegt und die Bauchöffnung verschlossen wird.
Rund 100.000 Menschen in Deutschland leben jedoch dauerhaft mit einem Stoma. Der häufigste Grund dafür sind Darmkrebs, Blasenkrebs, Verletzungen des Darms nach einem Unfall und chronische Entzündungen.
Man unterscheidet zwischen künstlichem Dickdarmausgang (Kolostoma), Dünndarmausgang (Ileostoma) und künstlicher Harnableitung (Urostoma).
Die psychische Belastung für Stomaträger ist enorm: Vor allem am Anfang bestimmen Schamgefühl und Verunsicherung das Leben. Alltägliche Dinge wie Duschen, Baden, Ernährung und Sport, aber auch Reisen und das Sexualleben müssen der neuen Situation angepasst werden. Oft dauert diese Umgewöhnung Jahre.
Glücklicherweise ist die Versorgung des Stomas durch Beutel, die die Ausscheidungen auffangen, in den letzten Jahren immer einfacher geworden. Patienten können zwischen zwei Systemen wählen:
- Die einteilige Versorgung besteht aus Beuteln, deren Öffnung über das Stoma gestülpt und auf die umliegende Haut geklebt werden.
- Bei der zweiteiligen Stomaversorgung bringen Patienten zunächst eine Art doppelt beschichtetes Pflaster, Basisplatte genannt, über dem Stoma an. An dieser selbsthaftenden Basisplatte wird der Beutel befestigt. Die spezielle, hautschützende Beschichtung von Basisplatte und Beutel sorgt für sicheren Halt.
Mehr Informationen unter:
http://www.aktion-meditech.de/index.php?inhalt=innovative.fuermagen&content_id=hautschutz
Stand: Januar 2011
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