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Archiv Veranstaltungen 2009
BVMed-Sonderveranstaltung zur Wundversorgung
Datum: Dienstag, 29.09.2009 10:00 - 17:00
Ort:
Günnewig Hotel Bristol Bonn
Ambulante Wundversorgung:
Gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen versus notwendiger patientenorientierter Versorgung
ÜBERSICHT
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Zum Thema
Die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen sind ständig im Wandel. Mit der Einführung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) und des Gesundheitsfonds hat sich der Wettbewerb für die Krankenkassen erheblich verändert. Aber auch die EBM-Reform hinterlässt im niedergelassenen Bereich der Ärzte ihre Spuren. Ob und wie sich diese Veränderungen auf die einzelnen Versorgungsbereiche, z. B. auf die Behandlung chronischer Wunden (Ulcus, Dekubitus, diabetischer Fuß) auswirken wird, lässt sich nicht einfach mit einem JA oder NEIN bestimmen. Feststeht derzeit nur, dass sich in den letzten Jahren zwar manches verbessert hat, die Versorgungsqualität ist aber im Praxisalltag nach wie vor oft unbefriedigend. Das Wissen um die positiven Wirkungen der modernen Wundversorgung bei vielen Ärzten, Pflegern und Kassen ist zwar teilweise vorhanden. Diesem stehen jedoch weiter Budgetängste, mangelnde Anreize im EBM und tradierte Behandlungsmethoden, die zu schlechten medizinischen Ergebnissen und höheren Gesamtkosten führen, gegenüber. So stehen bei der Entscheidung für die Auswahl der Wundtherapie häufig die Materialkosten pro Verband (Stückkosten) anstelle der Gesamtkosten der Behandlung im Vordergrund. Die Versorgungs- und Lebensqualität der Patienten spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Im Interesse der Patienten und des richtigen Einsatzes der finanziellen Ressourcen gilt es dringend, eine phasengerechte Wundversorgung flächendeckend sicherzustellen und bestehende Vorurteile und Strukturen aufzubrechen.
Damit chronische Wunden abheilen können, muss man sowohl die Grunderkrankung als auch die Wunde selbst gezielt therapieren.
Dies erfordert ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen behandelndem Arzt, Pflegekraft oder Wundtherapeut, Patient sowie Produkteinsatz. So hat sich in den letzten Jahren zunehmend gezeigt, dass Patienten von hydroaktiven Wundversorgungskonzepten profitieren können. Diese Veranstaltung setzt daher die begonnene Diskussion zum Thema "Wundversorgung in der Praxis" aus den letzten Jahren fort.
Die Referenten analysieren die Wundversorgung im Spannungsfeld zwischen Kosten, rechtlichen Rahmenbedingungen, Leitlinienmedizin und Wirtschaftlichkeit und präsentieren die neusten Erkenntnisse aus diesem Bereich.
Des Weiteren werden sie sich in ihren Vorträgen mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
- Welche Bedeutung hat Evidenz bei der Behandlung chronischer Wunden?
- Ist der Einsatz hydroaktiver Wundversorgungsprodukte mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot vereinbar?
- Welchen rechtlichen und praktischen Alltagsproblemen stehen Ärzte und Pflegekräfte bei der Therapie einer chronischen Wunde gegenüber?
- Steht der sozialrechtliche Anspruch des Versicherten im Widerspruch zum Verordnungsverhalten des Arztes?
- Wie könnten sich die EBM-Reform, der Gesundheitsfonds und der Morbi-RSA auf die Versorgung chronischer Wunden auswirken?
ZIEL
Ziel der Veranstaltung ist es an konkreten Beispielen zu zeigen, welche Schwierigkeiten es im Alltag bei der Behandlung chronischer Wunden gibt und welche Lösungsansätze praktiziert werden. Die Teilnehmer werden über die aktuelle Entwicklung in der ambulanten Wundversorgung informiert. Hierbei stehen die unterschiedlichen Sichtweisen der Akteure im Fokus. Dies soll u. a. die Transparenz hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität von hydroaktiven Wundauflagen fördern. Den Teilnehmern wird die Möglichkeit zu einem konstruktiven Gedankenaustausch und zur Diskussion mit den beteiligten Akteuren gegeben.
REFERENTEN
- Anette Skowronsky, Apothekerin/Qualitätsauditorin, Pharmaconsulting, Löhne
- Michael Poersch, Key Account Manager, IMS HEALTH GmbH & Co. OHG, Frankfurt a. M.
- Dr. med. Andreas Körber, Facharzt für Dermatologie, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsklinikum Essen, Essen
- Dr. med. Thomas Karl, Leitender Oberarzt, Klinik für Gefäßchirurgie, Klinikum Offenbach GmbH, Offenbach
- Dr. med. Alfred David, Ärztlicher Koordinator der Beratungs- und Begutachtungszentren im MDK Nordrhein, Düsseldorf
- N. N., Patient
- Peter Hartmann, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht, Kanzlei Hartmann Rechtsanwälte, Lünen
- Dr. med. Gerd W. Zimmermann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Stellvertretender Vorsitzender, KV Hessen, Frankfurt a. M.
- Astrid Sand, Gesundheitscoaching, hkk (Handelskrankenkasse), Bremen
Moderation
- Daniela Piossek, Leiterin Referat Krankenversicherung, Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed), Berlin
PROGRAMM
10.00 Uhr
Kaffee-Empfang
10.30 Uhr
Anette Skowronsky:
Aktuelles aus dem Bereich der Wundversorgung
- Kurzpräsentation der Ergebnisse der Cepton-Studie zur Wundversorgung
- Erfahrungsbericht aus Schulungen von Arzthelferinnen - Aufzeigen von Defiziten aus der Praxis
10.50 Uhr
Michael Poersch:
Aktuelle Marktentwicklung im nationalen und internationalen Vergleich
11.00 Uhr
Dr. med. Andreas Körber:
Bewertung von Qualität und Nutzen bei der Behandlung chronischer Wunden
11.30 Uhr
Kaffeepause
12.00 Uhr
Dr. med. Thomas Karl:
Probleme der Wundversorgung im klinischen Alltag
- Bürokratische Hürden versus Therapiefreiheit
- Schnittstellenprobleme mit anderen Facharztdisziplinen und sektorenübergreifend (stationär/ambulant)
- Lösungswege für eine optimierte Patientenversorgung
12.30 Uhr
Dr. med. Alfred David:
Praxisbeispiele und die Möglichkeiten des MDK
13.00 Uhr
Mittagspause
14.00 Uhr
Patienteninterview:
Herausforderungen an die Wundversorgung aus Sicht der Betroffenen
14.25 Uhr
Peter Hartmann:
Behandlung chronischer Wunden unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen
15.00 Uhr
Kaffeepause
15.30 Uhr
Dr. med. Gerd W. Zimmermann:
Auswirkungen der Vergütungsreform und des Morbi-RSA auf das Verhalten der Ärzte, insbesondere bei der Behandlung chronischer Wunden
16.00 Uhr
Astrid Sand:
Neue und alte Herausforderungen für den Kostenträger
- Bisherige Erfahrungen mit der Behandlung chronischer Wunden insbesondere zur Qualität versus Wirtschaftlichkeit
- Behandlung chronischer Wunden unter den neuen Rahmenbedingungen wie Gesundheitsfonds, Morbi-RSA und dem Wegfall der Anschubfinanzierungen bei integrierten Versorgungsverträgen
16.30 Uhr
Plenums- und Podiumsdiskussion
ca. 17.00 Uhr
Ende der Veranstaltung
INFORMATION
Antje Kuschel
Tel.: +49 (0)30 246255-18
Fax: +49 (0)30 246255-99
E-Mail: kuschel@bvmed.de
ECKDATEN
Termin
Dienstag, 29. September 2009, 10.00 - 17.00 Uhr
Veranstaltungsort
Günnewig Hotel Bristol Bonn
Prinz-Albert-Straße 2, 53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228 2698-0
Fax: +49 (0)228 2698-222
Hotelinformation und Anfahrtsbeschreibung:
www.guennewig.de/bnbristo/index1024.php
BVMed behält sich den Wechsel von Dozenten und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor.
Kosten und Adressaten der Veranstaltung
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Sie richtet sich ausschließlich an die Mitarbeiter der Kostenträger, der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung und der Kassenärztlichen Vereinigungen bzw. der Berufsverbände sowie an die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. (BVMed).
ANMELDUNG
Bitte melden Sie sich bis spätestens 18. September 2009 an:
Anmeldebogen - hier hinterlegt
online - Direktlink hier hinterlegt
per E-Mail an kuschel@bvmed.de
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich, für die Sie eine Anmeldebestätigung per E-Mail erhalten.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf einen Teilnehmer pro Unternehmen.
Stornierung
Für den Fall der Nichtteilnahme bitten wir um rechtzeitige Stornierung Ihrer Anmeldung bis spätestens 22. September 2009.
BVMed behält sich den Wechsel von Dozenten und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor.
BVMed
Bundesverband Medizintechnologie e. V.
Reinhardtstraße 29 b, 10117 Berlin
Tel. 030 246255-0
Fax 030 246255-99
www.bvmed.de
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