Archiv Veranstaltungen 2008

BVMed-Sonderveranstaltung zur Wundversorgung

Datum:   Mittwoch, 24.09.2008 10:00 - 17:00

Ort: Steigenberger Airport Hotel, Frankfurt am Main

 

Verbesserte Qualität in der ambulanten Wundversorgung:
Was können Ärzte, Pflegekräfte, Kassen und die Industrie bzw. Leistungserbringer beitragen?

 

ÜBERSICHT

 

Download des Programmflyers (pdf, 159 kb)

 

Zum Thema

 

Bei der Versorgung chronischer Wunden (Ulcus, Dekubitus, diabetischer Fuß) hat sich in den letzten Jahren zwar manches verbessert, die Versorgungsqualität ist aber im Praxisalltag nach wie vor oft unbefriedigend. Einerseits ist das Wissen um die positiven Wirkungen der modernen Wundversorgung bei vielen Ärzten, Pflegern und Kassen vorhanden. Andererseits werden nach wie vor aufgrund von Budgetängsten und mangelndem Wissen tradierte Behandlungsmethoden angewendet, die zu schlechten medizinischen Ergebnissen und höheren Gesamtkosten führen. Ursache hierfür ist u. a., dass der Einsatz von hydroaktiven Wundversorgungsprodukten fälschlicherweise oft als unwirtschaftlich beurteilt wird. So stehen bei der Entscheidung für die Auswahl der Wundtherapie häufig die Materialkosten pro Verband (Stückkosten) anstelle der Gesamtkosten der Behandlung im Vordergrund. Die Versorgungs- und Lebensqualität der Patienten spielt nur eine untergeordnete Rolle. Im Interesse der Patienten und des richtigen Einsatzes der finanziellen Ressourcen gilt es dringend, diese Vorurteile abzubauen.

 

Bei ca. 4 Millionen Patienten mit chronischen Wunden ist es wichtig, dass die Qualität und die Effizienz der Versorgung im Interesse aller Beteiligten deutlich verbessert werden. Damit chronische Wunden abheilen können, muss man sowohl die Grunderkrankung als auch die Wunde selbst gezielt therapieren. Dies erfordert ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen behandelndem Arzt, Pflegekraft oder Wundtherapeut, Patient sowie Produkteinsatz. So hat sich in den letzten Jahren zunehmend gezeigt, dass Patienten von hydroaktiven Wundversorgungskonzepten profitieren können.

 

Diese Veranstaltung setzt daher die begonnene Diskussion zum Thema "Wundversorgung in der Praxis" aus den letzten Jahren fort. Die Referenten analysieren die Wundversorgung im Spannungsfeld zwischen Kosten, rechtlichen Rahmenbedingungen, Leitlinienmedizin und Wirtschaftlichkeit und präsentieren die neusten Erkenntnisse aus diesem Bereich. Des Weiteren werden sie sich in ihren Vorträgen mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

  • Welche Wissensdefizite gilt es in der Praxis bei der Behandlung von chronischen Wunden zu beseitigen?
  • Ist der Einsatz hydroaktiver Wundversorgungsprodukte mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot vereinbar?
  • Wie sehen die Alltagsprobleme der Ärzte und der Pflegekräfte bei der Therapie einer chronischen Wunde aus?
  • Steht der sozialrechtliche Anspruch des Versicherten im Widerspruch zum Verordnungsverhalten des Arztes?
  • Kann der Arzt im Zusammenhang mit der Therapie von chronischen Wunden Praxisbesonderheiten geltend machen?


ZIEL

Ziel der Veranstaltung ist es an konkreten Beispielen zu zeigen, welche Schwierigkeiten es im Alltag bei der Behandlung chronischer Wunden gibt und welche Lösungsansätze praktiziert werden. Die Teilnehmer werden über die aktuelle Entwicklung in der ambulanten Wundversorgung informiert. Hierbei stehen die unterschiedlichen Sichtweisen der Akteure im Fokus. Dies soll u. a. die Transparenz hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität von hydroaktiven Wundauflagen fördern. Den Teilnehmern wird die Möglichkeit zu einem konstruktiven Gedankenaustausch und zur Diskussion mit den beteiligten Akteuren gegeben.



REFERENTEN

  • Anette Skowronsky, Apothekerin/Qualitätsauditorin, Pharmaconsulting, Löhne
  • Michael Poersch, Key Account Manager, IMS HEALTH GmbH & Co. OHG, Frankfurt a. M.
  • Prof. Dr. Heinz Janßen, Hochschule Bremen, Institut für Gesundheits- und Pflegeökonomie (IGP), Bremen
  • Tanja Becker, Pflegefachkraft, AOK Bayern, Aschaffenburg
  • Wolfgang Meunier, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, Kassenärztliche Vereinigung Saarland, Saarbrücken
  • Dr. Alfred David, Ärztlicher Koordinator, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Nordrhein, Düsseldorf
  • N. N., Patient
  • Anja Zschemisch, Geschäftsführerin, Careline-Networks, Hamburg
  • Andrea Weskamm, Referentin, Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), Bundesgeschäftsstelle, Berlin

 

Moderation

  • Daniela Piossek, Leiterin Referat Krankenversicherung, Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed), Berlin

 


PROGRAMM

10.00 Uhr
Kaffee-Empfang

10.30 Uhr
Aktuelles aus dem Bereich der Wundversorgung

  • Kurzpräsentation der Ergebnisse der Cepton-Studie zur Wundversorgung
  • Erfahrungsbericht aus Schulungen von Arzthelferinnen - Aufzeigen von Defiziten aus der Praxis

Anette Skowronsky, Pharmaconsulting

10.50 Uhr
Aktuelle Marktentwicklung im nationalen und internationalen Vergleich

  • Hydroaktive Wundversorgung - Die Entwicklung des Marktes

Michael Poersch, IMS HEALTH GmbH & Co. OHG

11.00 Uhr
Qualität und Kosten in der chronischen Wundversorgung - Widerspruch oder vereinbar?

  • Lässt sich Wirtschaftlichkeit und Qualität in der Wundversorgung vereinbaren?
  • Welchen Stellenwert hat die Patientencompliance bei der Behandlung von chronischen Wunden?

Prof. Dr. Heinz Janßen, IGP Bremen

11.30 Uhr
Wundversorgung zwischen Qualität und Kostendruck aus Sicht der Kostenträger

  • Wundmanagement im Bereich der häuslichen Krankenpflege
  • Beitrag aus Sicht der Kasse zur besseren Wundbehandlung
  • Einsatz moderner Wundbehandlungsmethoden - Widerspruch zum Wirtschaftlichkeitsgebot?

Tanja Becker, AOK Bayern

12.00 Uhr
Plenums- und Podiumsdiskussion

12.30 Uhr
Mittagessen

13.30 Uhr
Spannungsfeld zwischen sozialrechtlichem Anspruch des Versicherten und dem Verordnungsverhalten des Arztes

  • Wirkt sich das Richtgrößenvolumen und die ärztliche Vergütung auf das Verordnungsverhalten des Arztes im Bereich der Wundversorgung aus?
  • Delegationsfähigkeit von ärztlichen Leistungen - Haftung des Arztes
  • Wann muss ein Arzt mit einem Regress rechnen? Wie kann dieser verhindert werden?

Wolfgang Meunier, KV Saarland

14.00 Uhr
Der MDK zwischen pflegerischer Kompetenz und ärztlicher Anordnung

  • Aufgaben des MDK in der ambulanten Wundversorgung
  • Kann der MDK zur Sicherstellung der Qualität beitragen?

Dr. Alfred David, MDK Nordrhein

14.30 Uhr
Herausforderungen an die Wundversorgung aus Sicht der Betroffenen 

  • Welchen Alltagsproblemen steht ein Patient mit chronischen Wunden gegenüber und wie könnten diese aus Sicht der Patienten beseitig/verringert werden?

N. N., Patient

15.00 Uhr
Kaffeepause

15.30 Uhr
Leistungserbringer als Bindeglied zwischen Arzt, Pflege und Patient

  • Erfahrungsbericht zu funktionierendem Casemanagement in der Wundversorgung

Anja Zschemisch, Careline-Networks

16.00 Uhr
Pflegereform – Möglichkeit der Verordnung von Verbandmitteln z. B. durch Pflegekräfte 

  • Chancen & Risiken bei der Verlagerung der Verordnung vom Arzt z. B. zum Pflegepersonal
  • Was sollte bei der Einführung eines solchen Modellvorhabens dringend beachtet werden?

Andrea Weskamm, DBfK

16.30 Uhr
Plenums- und Podiumsdiskussion

ca. 17.00 Uhr
Ende der Veranstaltung


INFORMATION

Antje Kuschel
Tel. 030 246255-18
Fax 030 246255-99
E-Mail: kuschel@bvmed.de  


ECKDATEN

Termin
Mittwoch, 24. September 2008, 9.30 Uhr

Veranstaltungsort
Steigenberger Airport Hotel
Unterschweinstiege 16
60549 Frankfurt a. M.

Tel. 069 6975-0
Fax 069 6975-2505

Anfahrtsbeschreibung:
www.airporthotel.steigenberger.de  

BVMed behält sich den Wechsel von Dozenten und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor.


Kosten und Adressaten der Veranstaltung

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Sie richtet sich ausschließlich an die Mitarbeiter der Kostenträger, der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung und der Kassenärztlichen Vereinigungen bzw. der Berufsverbände sowie an die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. (BVMed).


ANMELDUNG

Bitte melden Sie sich bis zum 15. September 2008 an:

Anmeldebogen - hier hinterlegt
online - Direktlink hier hinterlegt
per E-Mail an kuschel@bvmed.de

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich, für die Sie eine Anmeldebestätigung per E-Mail erhalten.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf maximal zwei Personen pro Unternehmen.


Stornierung

Für den Fall der Nichtteilnahme bitten wir um rechtzeitige Stornierung Ihrer Anmeldung bis spätestens 17. September 2008.

 

BVMed behält sich den Wechsel von Dozenten und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor.



BVMed
Bundesverband Medizintechnologie e. V.
Reinhardtstraße 29 b, 10117 Berlin
Tel. 030 246255-0
Fax 030 246255-99
www.bvmed.de  


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