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Archiv Veranstaltungen 2007
BVMed-Sonderveranstaltung "Wundversorgung in der Praxis"
Datum: Donnerstag, 31.05.2007 10:00 - 16:15
Ort: Bonn, MARITIM Hotel
Wundversorgung in der Praxis
Im Spannungsfeld zwischen Versorgungsanspruch und Versorgungsqualität
ÜBERSICHT
Zum Thema
Rund vier Millionen Menschen in Deutschland haben eine chronische Wunde (z. B. diabetischer Fuß, Dekubitus). Um diese Wunden zum Abheilen zu bekommen, muss man sowohl die Grunderkrankung als auch die Wunde selbst gezielt therapieren. Dies erfordert ein funktionierendes Zusammenspiel zwischen behandelndem Arzt, Pflegekraft oder Wundtherapeut, Patient sowie Produkteinsatz. So hat sich in den letzten Jahren zunehmend gezeigt, dass Patienten von hydroaktiven Wundversorgungskonzepten profitieren können. In der Praxis führen mangelhafte Kenntnisse und Vorurteile über moderne Therapiekonzepte in der Wundversorgung bei Ärzten und Krankenkassen hinsichtlich der Verordnung und Erstattung von Verbandmitteln jedoch immer noch zu großer Unsicherheit. Ursache hierfür ist, dass der Einsatz von hydroaktiven Wundversorgungsprodukten fälschlicherweise oft als unwirtschaftlich beurteilt wird. So stehen bei der Entscheidung für die Auswahl der Wundtherapie häufig die Materialkosten pro Verband (Stückkosten) anstelle der Gesamtkosten der Behandlung im Vordergrund. Die Versorgungs- und Lebensqualität der Patienten spielt nur eine untergeordnete Rolle. Im Interesse der Patienten und des richtigen Einsatzes der finanziellen Ressourcen gilt es dringend, diese Vorurteile abzubauen.
Diese Veranstaltung setzt daher die begonnene Diskussion zum Thema "Wundversorgung in der Praxis" aus den Jahren 2005 und 2006 fort. Die Referenten analysieren die Wundversorgung im Spannungsfeld zwischen Kosten, Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit und präsentieren die neusten Erkenntnisse aus diesem Bereich. Des Weite-ren werden sie sich in ihren Vorträgen mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
- Entspricht die Versorgung von chronischen Wunden dem aktuellen Stand der Medizin und Wissenschaft?
- Welche Bedeutung wird der Lebensqualität und der Qualitätsbewertung in der Wundversorgung beigemessen?
- Ist der Einsatz hydroaktiver Wundversorgungsprodukte mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot vereinbar?
- Wie sehen die Alltagsprobleme der Ärzte und der Pflegekräfte bei der Therapie einer chronischen Wunde aus?
- Lässt sich die Versorgungsqualität durch hydroaktive Wundversorgung sichern?
- Welche Bedeutung haben bestehende Leitlinien für die Umsetzung hydroaktiver Wundversorgung?
- Welche Wundversorgung ist medizinisch und ökonomisch sinnvoll?
- Steht der sozialrechtliche Anspruch des Versicherten im Widerspruch zum Verordnungsverhalten des Arztes?
- Kann der Arzt im Zusammenhang mit der Therapie von chronischen Wunden Praxisbesonderheiten geltend machen?
Ziel
Die Veranstaltung hat das Ziel, die Teilnehmer über die aktuelle Entwicklung in der ambulanten Wundversorgung zu informieren. Hierbei stehen die unterschiedlichen Sichtweisen der Akteure im Fokus. Dies soll u. a. die Transparenz hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität von hydroaktiven Wundauflagen fördern. Den Teilnehmern wird die Möglichkeit zu einem konstruktiven Gedankenaustausch und zur Diskussion mit den beteiligten Akteuren gegeben.
Referenten
- Daniela Piossek, Leiterin Referat Krankenversicherung, Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed), Berlin
- Michael Poersch, Key Account Manager, IMS HEALTH GmbH & Co. OHG, Frankfurt a. M.
- Prof. Dr. med. Matthias Augustin, Leiter der Hochschulambulanz für Wunden und entzündliche Hauterkrankungen, Klinik für Dermatologie und Venerologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg
- Dr. med. Wolf-Rüdiger Klare, Mitglied im Sprecherrat der Arbeitsgemeinschaft "Diabetischer Fuß", Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG); Geschäftsführer, Deutsches Institut für Wundheilung (DIW); Oberarzt und Leiter, Diabeteszentrum am Hegau-Bodensee-Klinikum, Radolfzell
- Hildegard Wörle, Kaufbeuren
- Volker Heuzeroth, Krankenkassenfachwirt, Referat Neue Versorgungsformen, BKK Taunus, Frankfurt a. M.
- Dorothee Brakmann, Apothekerin/Pharmakotherapieberatung, Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, Düsseldorf
- Dr. med. Michaela Knestele, Leitende Oberärztin der Chirurgischen Abteilung, Klinik Marktoberdorf, Kreiskliniken Kaufbeuren-Ostallgäu, Marktoberdorf
- Ulrike Wesenberg, Mitglied der Leitungsgruppe der Medizinischen Qualitätsgemeinschaft Modell Herdecke (MQMH); Leiterin der Sozialstation des Gemeinnützigen Vereins für Sozialeinrichtungen Herdecke e. V. (GVS), Herdecke
Moderation
- Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer/Mitglied des Vorstands, Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed), Berlin
PROGRAMM
09.30 Uhr
Kaffee-Empfang
10.00 Uhr
Einführung in die Thematik
:: Präsentation der Ergebnisse der IGSF-Versorgungsstudie zur Wundversorgung im ambulanten Bereich
Daniela Piossek, BVMed
10.10 Uhr
Aktuelle Marktentwicklung im nationalen und internationalen Vergleich
:: Hydroaktive Wundversorgung – Die Entwicklung des Marktes
Michael Poersch, IMS HEALTH GmbH & Co. OHG
10.20 Uhr
Bewertung von Qualität und Nutzen in der Behandlung chronischer Wunden
:: Lebensqualität, Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität
Prof. Dr. Matthias Augustin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
10.50 Uhr
Bedeutung der Leitlinie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft für die Umsetzung hydroaktiver Wundversorgung
:: Hintergründe und praktische Erfahrungen mit der Leitlinie
Dr. Wolf-Rüdiger Klare, Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG)
11.20 Uhr
Erfahrungsbericht eines Betroffenen
:: Die Rolle pflegender Angehöriger und die Motivation des Patienten
Hildegard Wörle, Angehörige
11.30 Uhr
Plenums- und Podiumsdiskussion
12.15 Uhr
Mittagessen
13.15 Uhr
Chronische Wunden – Einsatz der Wundversorgung aus Sicht der Kostenträger
:: Einsatz hydroaktiver Wundauflagen – Widerspruch zum Wirtschaftlichkeitsgebot?
Volker Heuzeroth, BKK Taunus
13.45 Uhr
Spannungsfeld zwischen sozialrechtlichem Anspruch des Versicherten und dem Verordnungsverhalten des Arztes
:: Wirkt sich das Richtgrößenvolumen auf das Verordnungsverhalten des Arztes im Bereich der Wundversorgung aus?
Dorothee Brakmann, KV Nordrhein
14.15 Uhr
Kaffeepause
14.40 Uhr
Rolle von Wundambulanzen bei der Versorgung chronischer Wunden
:: Praxisalltag eines Arztes bei der Versorgung chronischer Wunden – Schnittstellenprobleme
Dr. Michaela Knestele, Klinik Marktoberdorf, Kreiskliniken Kaufbeuren-Ostallgäu
15.00 Uhr
Spannungsfeld häusliche Krankenpflege
:: Wie sieht die Versorgungsqualität bei chronischen Wunden im Versorgungsalltag aus?
:: Schwierigkeiten bei der Durchsetzung notwendiger Therapien – Schnittstellenprobleme
Ulrike Wesenberg, Gemeinnütziger Verein für Sozialeinrichtungen Herdecke e. V.
15.30 Uhr
Plenums- und Podiumsdiskussion
ca. 16.15 Uhr
Ende der Veranstaltung
INFORMATION
Antje Kuschel
Tel. 030 246255-18
Fax 030 28041653
E-Mail: kuschel@bvmed.de
ECKDATEN
Termin
Donnerstag, 31. Mai 2007, 9.30 Uhr
Veranstaltungsort
Maritim Hotel Bonn
Godesberger Allee
53175 Bonn
Tel. 0228 8108-0
Fax 0228 8108-811
E-Mail: info.bon@maritim.de
Hotelinformation und Anfahrtsbeschreibung:
www.maritim.de
http://www.maritim.de/typo3/deutsch/hotels/hotels/hotel-bonn.html
Anfahrtsbeschreibung - Download hier
Kosten und Adressaten der Veranstaltung
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Sie richtet sich ausschließlich an die Mitarbeiter der Kostenträger, der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung und der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie an die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. (BVMed).
Anmeldung
Bis spätestens 17. Mai 2007 auf dem Anmeldebogen - Download hier oder per E Mail an kuschel@bvmed.de.
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich, für die Sie eine Anmeldebestätigung per E-Mail erhalten.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf maximal zwei Personen pro Unternehmen.
Stornierung
Für den Fall der Nichtteilnahme bitten wir um rechtzeitige Stornierung Ihrer Anmeldung bis spätestens 24. Mai 2007.
BVMed behält sich den Wechsel von Dozenten und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor.
BVMed
Bundesverband Medizintechnologie e. V.
Referat Krankenversicherung
Reinhardtstraße 29 b, 10117 Berlin
Tel. 030 246255-18
Fax 030 246255-99
www.bvmed.de
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