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Archiv Veranstaltungen 2005
BVMed-Sonderveranstaltung: Wundversorgung in der Praxis
Datum: Mittwoch, 01.06.2005 10:30 - 16:15
Ort: GRAND HOTEL LA STRADA, Kassel
Im Spannungsfeld zwischen Kosten und Versorgungsqualität
Übersicht
Zum Thema
Chronische Wunden stellen für niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser und Pflegeheime erhebliche Versorgungsprobleme dar. Traditionell werden chronische Wunden von mehreren Disziplinen betreut. Erste Anlaufstelle ist oft der Grundversorger (Hausarzt), gefolgt von vielen Fachdisziplinen, die über einen sehr spezifischen Erfahrungsschatz in der Wundbehandlung verfügen. Unzureichende Standardisierung und Koordination dieses Versorgungsprozesses haben zu hohen volkswirtschaftlichen Belastungen für die Kostenträger und die Gesellschaft geführt. In den letzten Jahren hat sich zunehmend gezeigt, dass gerade diese Patienten von hydroaktiven Wundversorgungskonzepten profitieren können.
Mangelhafte Kenntnisse und Vorurteile über moderne Therapiekonzepte in der Wundversorgung sowie die Einführung des GKV-Modernisierungsgesetzes (GMG) führen bei den Ärzten und Krankenkassen hinsichtlich der Verordnung und Erstattung von Verbandmitteln zu großer Unsicherheit. Zum einen, weil bestimmte Wundversorgungsprodukte oft mit nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln assoziiert werden, und zum anderen, weil der Einsatz von hydroaktiven Wundversorgungsprodukten fälschlicherweise als unwirtschaftlich beurteilt wird. Gerade bei der Entscheidung für die Auswahl der Wundtherapie stehen die Materialkosten pro Verband (Stückkosten) anstelle der Gesamtkosten der Behandlung im Vordergrund. Die Versorgungs- und Lebensqualität der Patienten spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Die Referenten analysieren die Wundversorgung im Spannungsfeld zwischen Kosten, Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit.
Sie werden sich in ihren Vorträgen mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
:: Sind hydroaktive Wundauflagen auch nach dem GMG noch uneingeschränkt verordnungsfähig?
:: Warum haben Verbandmittel eine Sonderstellung unter den Medizinprodukten?
:: Ist der Einsatz hydroaktiver Wundversorgungsprodukte mit dem Wirtschaftlichkeitsgebot vereinbar?
:: Wie sehen die Alltagsprobleme der Ärzte und der Pflegekräfte bei der Therapie einer chronischen Wunde aus?
:: Welche Vor- und Nachteile haben traditionelle Wundprodukte im Vergleich zu hydroaktiven Wundversorgungsprodukten (Kosten, Therapieerfolg)?
:: Lässt sich die Versorgungsqualität durch hydroaktive Wundversorgung sichern?
:: Welche medizinischen Leit- oder Richtlinien beziehen sich auf den Einsatz von Verbandmitteln?
:: Welche Wundversorgung ist medizinisch und ökonomisch machbar?
Ziel der Konferenz
Die Veranstaltung hat das Ziel, die Teilnehmer über die Stärken und Schwächen der Wundversorgung in der Praxis zu informieren und die Defizite sowie Möglichkeiten zu deren Beseitigung aufzuzeigen. Dies soll u. a. durch die Schaffung von Transparenz hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität von hydroaktiven Wundauflagen erreicht werden. Den Teilnehmern wird die Möglichkeit zu einem konstruktiven Gedankenaustausch und zur Diskussion mit den beteiligten Akteuren gegeben.
Referenten
:: Daniela Piossek, Leiterin Referat Krankenversicherung, Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed), Berlin
:: Dr. rer. nat. Elke Lehmann, Leiterin der Fachgruppe Risikomanagement der Abteilung Medizinprodukte im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bonn
:: Nikolaus Schmitt, Abteilungsleiter, Barmer Ersatzkasse Hauptverwaltung, Wuppertal
:: Werner Sellmer, Fachapotheker für klinische Pharmazie, Wundzentrum Hamburg e.V., Hamburg
:: Veronika Gerber, Pflegedirektorin, Wundversorgungszentrum, Vorstandsmitglied Initiative Chronische Wunden e.V., Kreiskrankenhaus Aurich
:: Dr. med. Martin Lederle, niedergelassener diabetologischer Arzt, Diabetologische Schwerpunktpraxis, Stadtlohn
Moderation
:: Dr. med. Friedhelm Bartels, Mitglied des Vorstandes im BVMed, Med. Direktor, Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA, ConvaTec Vertriebs GmbH, München
Programm
10.00 Uhr
Kaffee-Empfang
10.30 Uhr
Einführung in die Thematik
:: Verordnungsprobleme durch das GMG
:: Präsentation der Doc-Check-Ergebnisse
Daniela Piossek, BVMed
10.45 Uhr
Abgrenzung Medizinprodukte und Arzneimittel, insbesondere von modernen Wundversorgungsprodukten
:: Abgrenzung Medizinprodukte und Arzneimittel – rechtliche Grundlagen und Kriterien
:: Einstufung von Wundversorgungsprodukten
Dr. rer. nat. Elke Lehmann, BfArM
11.15 Uhr
Chronische Wunden – Einsatz der Wundversorgung aus Sicht der Kostenträger
:: Erste Erfahrungen mit dem Einsatz hydroaktiver Wundversorgungsprodukte
:: Einsatz hydroaktiver Wundauflagen – Widerspruch zum Wirtschaftlichkeitsgebot?
:: Lösungsansatz – Einbindung der Behandlung chronischer Wunden in die Integrierte Versorgung
Nicolaus Schmitt, Barmer Ersatzkasse
11.55 Uhr
Kaffeepause
12.15 Uhr
Wundversorgung im Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und Qualität
:: Kostenvergleich traditioneller und hydroaktiver Wundversorgungsprodukte
:: Abgrenzung Medizinprodukt (Verbandmittel) und Arzneimittel aus praktischer Sicht
Werner Sellmer, Wundzentrum Hamburg
13.00 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Wundversorgung in der Pflege
:: Wie sieht die Versorgungsqualität bei chronischen Wunden im Versorgungsalltag aus?
:: Schwierigkeiten bei der Durchsetzung notwendiger Therapien – Schnittstellenproblematiken
:: Möglichkeiten zur Optimierung der Rahmenbedingungen in der Versorgung der Patienten
Veronika Gerber, Kreiskrankenhaus Aurich
15.00 Uhr
Praxisalltag eines Vertragsarztes bei der Versorgung chronischer Wunden
:: Bürokratische Hürden versus Therapiefreiheit
:: Schnittstellenprobleme mit anderen Facharztdisziplinen
Dr. med. Martin Lederle, Diabetologische Schwerpunktpraxis
15.40 Uhr
Abschlussdiskussion
ca. 16.15 Uhr
Ende der Veranstaltung
Eckdaten
Termin
Mittwoch, 1. Juni 2005, 10.30 Uhr
Veranstaltungsort
GRAND HOTEL LA STRADA
Raiffeisenstraße 10
34121 Kassel
Tel. (0561) 2 09 00
Fax (0561) 20 905 00
Anfahrtsbeschreibung und Hotelinformationen:
www.lastrada.de
Kosten und Adressaten der Veranstaltung
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Sie richtet sich ausschließlich an die Mitarbeiter der Medizinischen Dienste der Krankenkassen, der Kostenträger und der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie an die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Medizintechnologie e.V. (BVMed).
BVMed behält sich den Wechsel von Dozenten und/oder Verschiebungen bzw. Änderungen im Programmablauf vor.
BVMed
Bundesverband Medizintechnologie e.V.
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www.bvmed.de
Ansprechpartner: Frau Daniela Piossek (piossek@bvmed.de)
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