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Archiv Veranstaltungen 2004
BVMed-Sonderveranstaltung: Ambulante Versorgung - Der medizinische Sachkostenbedarf in der zukünftigen vertragsärztlichen Vergütungsstruktur
Datum: Mittwoch, 16.06.2004 09:30 - 13:00
Ort: Berlin
Der medizinische Sachkostenbedarf in der zukünftigen
vertragsärztlichen Vergütungsstruktur
ÜBERSICHT
ZUM THEMA
Die Gesundheitsreform erstreckt sich auf unterschiedliche Bereiche der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). So auch auf das vertragsärztliche Vergütungssystem. Hier wird es zu einschneidenden Veränderungen kommen. Die bisher zwischen den Krankenkassenverbänden und den Kassenärztlichen Vereinigungen auf der Grundlage mitgliederbezogener Kopfpauschalen vereinbarten Honorarbudgets werden ab 2006 durch arztbezogene Regelleistungsvolumina ersetzt. Schlagworte wie:
:: arztgruppenspezifische Regelleistungsvolumina
:: fester Punktwert
:: Berücksichtigung der Patientenstruktur und -morbidität
:: Qualitätssicherung unter Berücksichtigung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (z. B. der Zeitwerte)
:: Leistungskomplexe und Fallpauschalen
werden das neue Vergütungssystem prägen. Das so genannte Praxisbudget wird ab 2007 abgeschafft, so dass die Krankenkassen künftig die von den Ärzten tatsächlich erbrachten Leistungen grundsätzlich mit einem festen Vergütungspunktwert honorieren werden.
Die Bewertung der von einem Vertragsarzt erbrachten Leistungen erfolgt weiterhin auf der Grundlage der vertragsärztlichen Gebührenordnung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM). Der Bewertungsausschuss erhält jedoch den Auftrag, die im EBM aufgeführten abrechenbaren ärztlichen Einzelleistungen, soweit medizinisch sinnvoll, zu Leistungskomplexen und Fallpauschalen zusammenzufassen. Bei der Festlegung der Fallpauschalen und Leistungskomplexe sollen u. a. die Besonderheiten von kooperativen Versorgungsformen berücksichtigt werden, um so beispielsweise Gesundheitszentren zu fördern.
Eine Frage bleibt vom Gesetzgeber jedoch unbeantwortet: Wo finden wir künftig die Sachkosten in dem neuen Vergütungssystem wieder? Mit dieser Fragestellung werden sich die Selbstverwaltungen u. a. in den nächsten Monaten auseinandersetzen müssen. Ein erster Versuch, die Sachkosten in den EBM als Pauschalen mit einzubeziehen, ist gescheitert. Nun gilt es einen neuen Weg zu finden, um die Sachkosten optimal mit der Leistungserbringung der Ärzte zu verknüpfen. Welche Möglichkeiten und Notwendigkeiten das GMG hierzu bietet, werden u. a. die Referenten der Veranstaltung aufzeigen.
ZIEL
Die Veranstaltung soll den Herstellern und Handelsunternehmen von medizinischem Sachkostenbedarf einen Überblick über die geplanten Neuerungen im vertragsärztlichen Vergütungssystem und deren eventuelle Auswirkungen auf den Sachkostenbereich geben. Des Weiteren haben die Veranstaltungsgäste die Möglichkeit, ihre Fragen an die Referenten zu richten.
REFERENTEN
Dr. Andreas Köhler
Hauptgeschäftsführer, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Köln
Christian Leber
Referent, Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS), Bonn
Martin Schneider
Referatsleiter, Verband der Angestellten Krankenkassen/Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.V. (VdAK/AEV), Siegburg
Dr. Andreas Rüggeberg
Präsident, Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB), Bremen
Joachim M. Schmitt
Geschäftsführer, Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed), Berlin
Moderation:
Joachim M. Schmitt, Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed), Berlin
PROGRAMM
09.00 Uhr
Empfang/Kaffee
09.30 Uhr
Die Neuregelung der vertragsärztlichen Vergütung durch das GMG
:: Erläuterung der gesetzlichen Rahmenbedingungen
:: Künftige strukturelle Veränderungen und deren Hintergründe
Christian Leber, Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS), Bonn
10.00 Uhr
Notwendigkeit für die Einführung des neuen EBM
:: Hintergründe und Neuerungen des neuen EBM
:: EBM 2000plus – Grundlage für die Neuerungen ab 2007?
:: Welchen Einfluss könnten die neuen Vergütungsregeln ab 2007 auf die jetzigen Sachkostenregelungen haben?
Dr. Andreas Köhler, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Köln
10.30 Uhr
Die Integrierung des medizinischen Sachkostenbedarfs in der vertragsärztlichen Versorgung aus Sicht der Krankenkassen
:: Wie will die Krankenkasse der neuen Aufgabe gerecht werden?
:: Umsetzung des GMG aus Sicht der Krankenkassen, insbesondere §§ 85 a ff. SGB V
:: Zukünftige Versorgungswege und die Qualitätssicherung des medizinischen Sachkostenbedarfs in der vertragsärztlichen Versorgung
Martin Schneider, Verband der Angestellten Krankenkassen/Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.V. (VdAK/AEV), Siegburg
11.00 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Sicherstellung der medizinischen Versorgung durch den Vertragsarzt
:: Veränderte Bedingungen für die Ärzte
:: Chancen und Risiken der Neuregelungen
:: Anforderungen an die Erbringer von medizinischem Sachkostenbedarf
Dr. Andreas Rüggeberg, Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB), Bremen
Podiumsdiskussion (ab 12.00 Uhr)
Referenten und Mitglieder des BVMed-Vorstandes
ca. 13.00 Uhr
Ende der Veranstaltung / Mittagessen
:: TERMIN
Mittwoch, 16. Juni 2004, 9.30 Uhr
:: VERANSTALTUNGSORT
Hilton Berlin
Mohrenstraße 30
10117 Berlin
Tel.: (030) 20 23 0
Fax: (030) 20 23 42 69
Anfahrtsskizze im Internet:
www.hilton.com
:: KOSTEN UND ADRESSATEN DER VERANSTALTUNG
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Sie richtet sich ausschließlich an die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Medizintechnologie e. V. (BVMed).
:: ANMELDUNG
Bis spätestens 9. Juni 2004 auf diesem Anmeldebogen (Anlage) oder online unter lieck@bvmed.de.
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Für den Fall der Nichtteilnahme bitten wir Sie um rechtzeitige Absage bis spätestens 9. Juni 2004.
BVMed – Reinhardtstr. 29 b, 10117 Berlin
Telefon: (030) 246 255-0 - Telefax: (030) 246 255-99
www.bvmed.de
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